Flug
Gestrandete Air-Berlin-Maschine blockierte Flugbetrieb auf Sylt
Am Samstagmorgen setzte ein Airbus A320 der Air Berlin zur Landung bei nassem Wetter und schlechter Sicht auf Sylt an. Allerdings schoss das aus Düsseldorf kommende Flugzeug über die Piste der östlichen Landebahn hinaus und kam erst auf 50 Meter weiter auf einer Wiese zum Stehen.
Die 82 Passagieren und 5 Crews-Mitglieder blieben unverletzt. Über Treppen konnten sie das Flugzeug verlassen. Nur die Räder der über 37 Tonnen schweren Maschine steckten tief in der nassen Erde fest.
Der Flugbetrieb auf Sylt musste eingestellt werden: Die Piste für den Linienverkehr war aufgrund der Bruchlandung zu, die Querpiste aufgrund des schlechten Wetters. 17 Starts und Landungen mussten gestrichen werden. Auch Flüge von und nach Zürich fielen aus. Warum der Pilot den Airbus nicht rechtzeitig zum Stehen bekam, ist Gegenstand der Untersuchung.
Am Sonntagmorgen konnte der Airbus dann mit einem schweren Gerät von der Wiese geborgen und auf eine Aussenbahn des Flughafens gebracht werden. Die Piste musste im Anschluss gereinigt werden und wurde ab Mittag wieder für den Flugverkehr freigegeben. Die Feuerwehr, die Polizei, das Deutsche Rote Kreuz und die Luftrettung beteiligten sich an der Bergung der gestrandeten Maschine.