Flug

Gnadenfrist für Air Berlin bis am 15. Januar

Die Codeshare-Flüge mit Etihad können vorerst weitergeführt werden.

Die Genehmigung ist letztmalig verlängert worden: nach einem Entscheid des deutschen Verkehrsministeriums kann Etihad die Codeshare-Flüge mit Air Berlin noch bis am 15. Januar weiterführen. Dann ist Schluss und es müsse eine neue Arte der Zusammenarbeit gefunden werden. Etihad erhielt zuvor vom Verwaltungsgericht Braunschweig Recht, dieses erteilte eine einstweilige Verfügung bis am 8. November. Daraufhin verlängerte das Verkehrministerium die Frist bis Mitte Januar.

Air Berlin-Verbindungen erhalten bei den Gemeinschaftsflügen eine Etihad-Flugnummer und erzielen so eine bessere Auslastung. Air Berlin geht von zusätzlichen Einnahmen im Umfang von 140 Millionen Euro aus. Die bitter nötig sind: die zweigrösste deutsche Alirine steckt weiterhin in einer Krise, mehrere Sanierungsrunden und der neue Chef Stefan Pichler brachten noch keine Wende zum Besseren.

Vor einem Jahr entbrannte der aktuelle Streit um die Codeshare-Flüge zwischen dem Bundesverkehrsministerium und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Nach deutscher Ansicht erlaubt ein Vertrag zwischen den Ländern nur etwa die Hälfte der 65 von Etihad für den Winter beantragten Codeshare-Flüge. Die Verhandlungen zogen sich ohne Lösung hin, obwohl der Winterflugplan bereits am Sonntag beginnt.

In einem Statement hält James Hogan, President und Chief Executive Officer von Etihad fest: „Das Versäumnis der deutschen Regierung, die Codeshare-Flüge nicht rechtzeitig zu genehmigen, werde Air Berlin schwerwiegend und wahrscheinlich sogar nachhaltig schädigen."

(TN)