Flug
Etihad-Chef James Hogan geht
In zehn Jahren hat James Hogan die Regionalairline Etihad mit 22 Maschinen zu einem globalen Player mit 120 Flugzeugen emporgebracht. Zuletzt hat er mit seiner Strategie, sich an maroden Airlines zu beteiligen, aber keine gute Hand bewiesen und viel Cash in den Sand gesetzt – in einer Zeit, wo wegen dem tiefen Ölpreis die finanziellen Mittel in Abu Dhabi auch nicht mehr unerschöpflich fliessen. Nun endet die Karriere des Australiers beim Abu-Dhabi-Carrier. Hogan muss Etihad in der zweiten Jahreshälfte verlassen.
Nicht nur ihn trifft der Cut, die Führungsriege wird zusätzlich umgestellt. Auch Finanzchef James Rigney muss seinen Hut nehmen. Die Suche nach Nachfolgern sei im Gang, heisst es in einer Mitteilung der Etihad Aviation Group, in der sich Mohamed Mubarak Fadhel Al Mazrouei, Chairman der Gruppe, bei Hogan für die langjährigen Verdienste bedankt. Gleichzeitig will er die verlustreichen Beteiligungen an Air Berlin und Alitalia auf den Prüfstand stellen.
Inwiefern Hogans baldiger Abgang Auswirkungen auf den Etihad Airways CEO Peter Baumgartner hat, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Hogan und Rigney stehen nach ihrem Abgang bei Etihad aber nicht auf der Strasse. Beide wechseln zu einer Beteiligungsgesellschaft.