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16 Prozent weniger Lufthansa-Buchungen via GDS

Die Konkurrenz-Airlines scheinen von der eingeführten Distribution Cost Charge deutlich zu profitieren.

Die neue Distribution Cost Charge (DCC) der Lufthansa-Gruppe zeigt erste Auswirkungen. Seit die Gebühr von 16 Euro/Franken Anfang September für Buchungen via GDS eingeführt wurde, sind diese rückläufig. Ein vertrauliches Dokument, das dem Online-Portal «Tnooz» vorliegt und für die Augen des Senior-Managements von Sabre Travel Network gedacht war, belegt, dass die GDS-Buchungen für die Lufthansa-Gruppe via Sabre in den ersten beiden Septemberwochen um 16,1 Prozent zurückgingen. Gleichzeitig zeigen die Daten, dass sich Mitbewerber-Airlines über ein massives Buchungswachstum in derselben Periode freuen können. Darunter Air France, British Airways, SAS, Alitalia und United.

Zudem fielen in der ersten Septemberwoche die Marktanteile der Lufthansa in gewissen Bereichen um bis zu 30 Prozent. Davon profitierten unter anderem British Airways, Air Berlin und Air France.

Daten, ob Sabre oder andere Agenturen die von der Lufthansa bereitgestellte Buchungsplattform «direct-connect» nutzen und so die neuen Gebühren umgehen, liegen keine vor.

Der grösste OTA-Kunde von Sabre, dessen Name «Tnooz» nicht publiziert, buchte im laufenden Jahr 680'000 Segmente bei der Lufthansa-Gruppe. Im März 2015 waren es 99'500 Buchungen, im September 2015 noch 12'600 (-55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Etwas weniger Mühe scheinen die Corporate Travel Agencies mit der DCC zu haben. In einem Fall stiegen die Lufthansa-GDS-Buchungen in den ersten zwei Septemberwochen um 34 Prozent, in einem anderen sanken sie um 5 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode.

(DW)