Flug
Keine neuen Ryanair-Flugzeuge in Grossbritannien
Bye, bye UK: Ryanair-Chef Michael O'Leary kündigte in Glasgow an, keine Flugzeuge mehr in Grossbritannien zu stationieren. Bereits zuvor hatte es Befürchtungen gegeben, die Branche könnte angesichts der noch unklaren Folgen des grundsätzlich beschlossenen EU-Ausstiegs im Vereinigten Königreich Kürzungen vornehmen.
Britische Politiker verhielten sich wie "kopflose Hühner", die "keine Ahnung haben, wo sie landen werden", sagte O'Leary im Bezug auf die Vorbereitungen der Brexit-Gespräche in London. Bis es einen Hinweis darauf gebe, wie ein Brexit konkret aussehen könnte, werde Ryanair sehr gut überlegen, welche Kapazitäten nach Grossbritannien verlegt würden, betonte der 55-Jährige. Im kommenden Geschäftsjahr werde kein einziges der 50 neuen Flugzeuge in dem Land stationiert.
Rezessionsrisiko nachgelassen
Ryanair hat seine Wachstumserwartungen infolge des Brexit-Votums nach unten korrigiert. Die britische Wirtschaft entwickelte sich dagegen im vergangenen Monat besser als gedacht. Wie Notenbank-Chef Mark Carney bei einer Anhörung im Parlament in London am Mittwoch mitteilte, signalisierten jüngsten Konjunkturdaten eine "etwas stärkere" Entwicklung als erwartet. Das Risiko einer Rezession habe zuletzt nachgelassen. Carney führte das auf die Zinssenkung und Wertpapierkäufe der britischen Notenbank zurück.