Flug
Terror und Brexit setzen Easyjet zu
Währungsschwankungen nach der Entscheidung der Briten für einen Brexit, der Anschlag in Nizza und der Putschversuch in der Türkei hätten Fluggäste verunsichert. Für 2016 lasse sich nichts vorhersagen, erklärt Easyjet-Chefin Carolyn McCall. Das Umfeld sei schwierig wie noch nie seit sie 2010 die Konzernspitze übernommen habe. Auf eine Gewinnprognose für das Geschäftsjahr, das bis Ende September dauert, verzichtet sie gänzlich. Die Aktie brach heute um fünf Prozent ein.
Schon nach dem Referendum am 23. Juni hatte die Airline ihre Prognose revidiert und dies damit begründet, dass sich wegen des EU-Ausstiegs weniger Leute im Sommer für eine Flugreise entscheiden dürften. Das Geschäft in Grossbritannien ist für Easyjet noch immer der wichtigste Markt. Durch die Währungs-Talfahrt wird es für Briten deutlich teurer, auf dem Kontinent Ferien zu machen. Zuletzt warnten auch der British-Airways-Eigner IAG und Lufthansa vor geringeren Gewinnen.
Per Ende Juni sank der Quartalsumsatz von Easyjet um 2,6 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Pfund. Die Erlöse pro Sitzplatz gaben sogar um mehr als acht Prozent nach. EasyJet begründete dies unter anderem auch mit zahlreichen Flugausfällen im Juni. Analysten rechnen damit, dass der Konzern im Geschäftsjahr auf einen Vorsteuergewinn von 592 Millionen Pfund kommt. Dies wäre ein Minus von 14 Prozent zum Vorjahr.