Flug
Lufthansa findet kein Kabinenpersonal
Die Lufthansa hat weiterhin grosse Mühe, neues Kabinenpersonal zu finden. Für die 1400 Stellen, welche die Airline bis 2016 besetzen will, konnte bis Mitte Mai erst 500 neue Mitarbeiter rekrutiert werden werden. Auch bei der Tochter Eurowings herrscht akuter Mangel an Kabinenpersonal.
Als Zwischenlösung haben sich die Kabinengewerkschaft UFO und die Lufthansa darauf geeinigt, dass die Flugbegleiter in der wichtigen Sommersaison fünf Prozent mehr arbeiten. Dies entspricht in etwa 1000 Stellen.
Trotzdem musste die Lufthansa aber die Neuaufnahme der Strecken nach San Jose und Panama Stadt vertragen und mehrere Flugzeuge am Boden lassen. Zudem müssen einige Airbus A330 und Boeing 747-400 von Juni bis September mit einem Flugbegleiter weniger auskommen.
Als Gründe für die schwierige Personalsuche werden die anhaltend gute Beschäftigungssituation in Deutschland, der langjährige Tarifstreit mit der Kabinengewerkschaft UFO und die tiefen Gehälter ins Feld geführt. Während früher viele Bewerber aus der Hotellerie oder der Gastronomie kamen, seien die Perspektiven und Bedingungen in diesen Branchen mittlerweile besser als bei der Lufthansa, heisst es zudem aus der Ecke der Kabinengewerkschaft.