Flug
MS804: Dementi zu angeblicher Explosion
Zahlreiche Medien haben einen Gerichtmediziner zitiert, der mit der Untersuchung der Opfer der abgestürtzen Egyptair-Maschine betraut ist. Daraus schlossen sie, weil die bisher gefundenen Leichenteil sehr klein sind und ein Leichenteil Verbrennungen aufwies, dass es es sich um eine Explosion gehandelt haben müsse.
Nun hat der Chef der Gerichtsmedizin diese Berichte dementiert. "Alles, was veröffentlicht wurde, ist falsch", sagte Hisham Abdel Hamid der ägyptischen Nachrichtenagentur Mena. Es handle sich dabei um Vermutungen, die nicht von der Gerichtsmedizin stammen.
Die für eine Aufklärung der Absturzursache wichtigen Black Boxes wurden bisher nicht gefunden. Flugschreiber und Stimmenrekorder senden 30 Tage lang im Sekundentakt Signale aus. Werden sie in dieser Zeit nicht gefunden, wird es sehr schwer, die Ursache des Unglücks herauszufinden.
Die Suchaktion gestaltet sich schwierig, da das Absturzgebiet mehr als 74 Quadratkilometer umfasst und das Meer an manchen Stellen bis zu 3000 Meter tief ist. Die bisher 80 gefundenen Leichenteile werden im rechtsmedizinischen Institut in Kairo untersucht. Hier findet auch die DNA-Untersuchungen statt, um möglichst schnell die Absturzopfer zu identifizieren.
Am 19. Mai stürzte Flug MS804 auf dem Weg von Paris nach Kairo im Mittelmeer ab mit 66 Menschen an Bord.