Flug

Westliche Airlines vs. Golf Carriers: Vom Feind zum Freund?

Air France-KLM überlegt sich eine Zusammenarbeit mit Etihad — solche Kooperationen scheinen in der Airline-Welt kein Tabu mehr zu sein.

Lange waren die Golfanbieter den hiesigen Airlines ein Dorn im Auge. Nun zeichnen sich immer mehr Kooperationen ab. So wollen Air France-KLM und Etihad offenbar ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Entsprechende Überlegungen bestätigte Alexandre de Juniac, CEO der Air France-KLM, in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Mit diesem Joint Venture sollen neue Flugziele erschlossen werden. Einnahmen und Kosten auf bestimmten Strecken würden sich die beiden Airlines teilen. Abu Dhabi würde damit als Drehkreuz für Anschlüsse nach Asien dienen. Auch Air Berlin und Alitalia, an denen Etihad beteiligt ist, sollen aktiv helfen.

An einer Zusammenarbeit mit KLM hatte auch die Qatar Airways Interesse gezeigt. Die Nachfrage zwischen Amsterdam und Doha sei gross genug für zwei Anbieter, sagte Qatar-Chef Akbar Al Baker. Die europäische Airline konnte mit diesem Argument offensichtlich nicht überzeugt werden.

Auch Emirates, der grösste Golf-Carrier, hat sich für die bessere Erschliessung des Lateinamerikanischen Marktes etwas überlegt: Sie will mit Copa, der Airlines aus Panama, zusammenspannen. Panama City soll künftig als Amerika-Drehkreuz für Emirates dienen. Die Bewilligungen fehlen allerdings noch, weshalb das Projekt stagniert. Malaysia Airlines, Qantas und Australien arbeiten ebenfalls mit der Airline aus Dubai zusammen.

(TN)