Flug

MS181 in Larnaca — Entführer sei kein Terrorist

55 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder befanden sich an Bord, die meisten wurden freigelassen.

Die ägyptische Airline Egyptair hat mitgeteilt, dass eine ihrer Maschinen entführt wurde. Der Flug MS181 hätte heute Morgen von Alexandria nach Kairo führen sollen. Die Maschine landete auf dem Flughafen der zypriotischen Hafenstadt Larnaca. Nach Angaben der Flughafenbehörde waren 55 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder an Bord des Airbus A320.

Die Piloten der Egyptair-Maschine sollen mit den Fluglotsen in Larnaca aufgenommen und eine ausserplanmässige Landung wegen einer Entführung beantragt haben. Noch wird darüber gerätselt, ob sich eine Bombe an Bord befinden könnte. Der Flughafen wurde vorerst geschlossen. Alle Flüge nach Zypern werden nach Paphos umgeleitet.

Update, 11.30 Uhr:

Die Entführung hat nach Angaben des zypriotischen Präsidenten keinen terroristischen Hintergrund. «Er ist kein Terrorist, er ist ein Idiot. Terroristen sind verrückt, aber sie sind nicht dumm. Dieser Kerl ist es», zitiert der «Independent» einen Beamten des ägyptischen Aussenministeriums.

Mittlerweile konnten zahlreiche Passagiere den Airbus verlassen. Wie viele Menschen sich weiter in der Gewalt des Entführers befinden, ist unklar.

Unter Berufung auf Polizeikreise meldete das zypriotische Staatsfernsehen "RIK" , der Mann habe die Maschine wohl aus persönlichen Gründen in seine Gewalt gebracht. Er soll von der Polizei gefordert haben, einen Brief an seine Ex-Frau zu übergeben, die in Larnaca lebe. Der Entführer habe einen Brief an seine Ex-Frau aus einem Fenster des Flugzeugs geworfen. Der Brief sei auf Arabisch geschrieben.

Update, 14 Uhr:

Die Flugzeugentführung auf Zypern ist unblutig zu Ende gegangen. Wie "RIK" berichtet, wurde der Entführer festgenommen. Der Mann habe aufgegeben und sei mit erhobenen Händen aus der Maschine gekommen.

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(TN)