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Airbus A330-300 der Oman Air. Bild: Wikimedia

Oman Air greift tief in die Kasse für Heathrow-Slots

Ben West

So viel wurde noch nie für ein Slotpaar bezahlt: Air France-KLM streicht 75 Millionen Dollar ein. 

Der Besitz von An- und Abflug-Zeitfenstern gehört zum Tafelsilber von Airlines. In London-Heathrow entwickeln sich die Preise für diese Slots derzeit in immer neue Höhen. Oman Air bezahlt für ein Slotpaar 75 Millionen Dollar an KLM/Air France.

Das Zeitfenster betrifft die morgendliche Ankunft in LHR, ein äusserst begehrtes Gut. Hier geht es um den Flug Muscat - London-Heathrow mit Ankunft um 5.30 Uhr. Somit hat Oman Air, die ihre Flotte bis 2020 auf 70 Maschinen verdoppeln will, nun zwei tägliche Flüge nach London.

Die ansteigenden Preise für Slots verdeutlichen die Zweifel der Airlines, dass es in Heathrow künftig zu einer neuen Landebahn kommen wird. Die Entscheidung der britischen Regierung, ob Heathrow oder Gatwick ausgebaut wird, wurde verschoben.

Neben den Golf-Airlines sind auch die US-Carrier äusserst interessiert an den London-Slots, um im Transatlantik-Gechäft die Nase vorn zu haben. Im letzten Jahr hat American Airlines 60 Millionen Dollar aufgeworfen, um der SAS ein Pärchen Slots abzukaufen, während Emirates eines von der Air France erwarb. Umgekehrt öffnet sich für Airlines ein lukratives Zusatzgeschäft: Virgin Atlantic etwa verkaufte im letzten Jahr Heathrow-Slots im Wert von 285 Millionen Dollar.

Nur mal einige Slots sich zu beschaffen, können Airlines aber nicht. Sie müssen diese, zumindest zu 80 Prozent, auch nutzen. Sonst verlieren sie sie wieder. Was wiederum schon zur bizarren Situation geführt hat, das Airlines leere Flugzeuge bewegen, um die Slotrechte zu wahren — was Umweltgruppierungen zurecht auf die Palme bringt.