Flug
Der Airbus A350 kämpft mit Softwareproblemen
Wer kennt das nicht? Hin und wieder hängt sich das Laptop oder Ipad einfach auf. No panic: Neu starten und das Problem ist behoben. Ein kleines Software-Übel, welches man bei diesen Alltagsgegenständen einfach hinnimmt. Aber wie verhält es sich, wenn solches auch bei einem Flugzeug mit Listenwert von 300 Millionen Dollar der Fall ist?
Die EASA (European Union Aviation Safety Agency) liess neulich verlauten, dass Airlines, welche auf gewissen Modellen des Airbus A350 kein Software-Update vorgenommen haben, deren Software spätestens alle 149 Stunden komplett rebooten müssen, ansonsten Fehlfunktionen drohen. Das ist doch erstaunlich, weil die meisten Flugzeuge normalerweise wochenlang komplett «am Strom» hängen und ein Reboot mit Ab- und wieder Anstellen jeweils mindestens eine halbe Stunde dauert - eine Ewigkeit im auf Effizienz getrimmten Airline-Geschäft.
Konkret betroffen sind Airlines, welche den bereits 2013 eingeführten Airbus A350-941 betreiben. Eine für diesen Flugzeugtypen 2017 ausgfestellte «airworthiness directive» wurde kürzlich von der EASA revidiert, worauf nun eben diese 149-Stunden-Regel hervorging. Diese ist nötig, um einen Software-Bug zu umgehen, welcher gefährlich für den Betrieb des Flugzeugs sein könnte. Der Bug kann durch ein Software-Update eliminiert werden, doch dieses bedingt, dass das Flugzeug für Maintenance und Qualitätstests vorübergehend aus dem Verkehr gezogen wird. Wie viele Jets betroffen sind, teilte die EASA nicht mit.