Flug
Jetzt macht auch noch Boeings Dreamliner Probleme
Flugzeugbauer Boeing kommt einfach nicht aus den Negativ-Schlagzeilen heraus: Nun sorgt ein nicht richtig funktionierendes Brandbekämpfungssystem auf der B787-Dreamliner-Flotte für rauchende Köpfe. Boeing räumt ein, dass der entsprechende Schalter bei einer kleinen Anzahl von Fällen nicht funktioniert habe. Dieser Schalter soll eigentlich bei einem Feuer in einem Triebwerk das Feuerlöschsystem aktivieren und gleichzeitig die Kraftstoff- und Hydraulikflüssigkeit-Zufuhr in ein brennendes Triebwerk stoppen.
Bei konstanter Erwärmung kann es vorkommen, dass der Schalter in der verriegelten Position blockiert. Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA lässt betroffene Maschinen weiterfliegen, weist die Fluggesellschaften aber darauf hin, dass sie einmal pro Monat das Brandlöschsystem überprüfen sollen.
Piloten zeigen sich besorgt: Würde ein Brand auf einem Transatlantikflug ausbrechen, müsste eine Maschine bis zu drei Stunden mit einem brennenden Flügel weiterfliegen. Boeing relativiert: Es seien unter einem Prozent aller Dreamliner betroffen und ausserdem habe es noch nie einen Brand in einem B787-Dreamliner-Triebwerk gegeben.
Seit dem Jahr 2019 stellt Boeing jeden Monat 14 statt wie bislang 12 Maschinen des Typs B787-Dreamliner her. Kritiker bemängeln immer wieder, dass der Flugzeugbauer bei der Herstellung seiner Flugzeuge mehr auf Geschwindigkeit als auf Sicherheit achte.