Flug
Katars Nachtlandungen: Vater des Emirs erlitt Beinbruch
Mit der Begründung eines gravierenden medizinischen Notfalls, erlaubte die Schweizer Luftwaffe und das Bundesamt für Zivilluftfahrt drei nächtliche Landungen katarischer Flugzeuge in der Nacht auf Samstag. Tags darauf trafen aus Doha sechs weitere Maschinen in Zürich ein, darunter ein Jumbojet der Regierungsflotte.
Nun erweist sich der Vorfall aber als weniger gravierend: es geht um einen Beinbruch beim Skifahren in Marokko. Diesen erlitt der 64-jährige Vater des Staatsoberhaupts des Emirats Katar.
Der erste medizinische Flug aus Marokko mit Landung um 00.30 Uhr steht weniger in der Kritik, die Erlaubnis für die Landung der zwei Maschinen aus Doha um 05.15 Uhr werfen nun aber Fragen auf.
Im «SRF-Regionaljournal Zürich Schaffhausen» nervt sich Thomas Hardegger, Präsident des Anwohner-Schutzverbandes und SP-Nationalrat: «Jetzt habe ich noch viel weniger Verständnis für diese Bewilligung«, sagt Hardegger. Es gehe nicht an, dass wegen eines Beinbruchs Tausende von Menschen geweckt würden. «Das ist kein medizinischer Notfall», sagt Hardegger. Man hätte deshalb auch bis am Morgen warten können.