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Nach einem Gewinn 2017 folgte 2018 ein massiver Verlust: Bei der Icelandair Group wird deshalb neu strukturiert. Bild: Icelandair

Icelandair muss nach hohem Verlust die Kosten reduzieren

Die Icelandair-Gruppe stärkt nach den schwachen Resultaten 2018 künftig ihren Leasing-Bereich und wird sich von Iceland Travel trennen.

Icelandair hat ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Aufgrund einer «härteren Konkurrenz auf internationalen Flügen, tieferen Ticketerlösen und höheren Treibstoffpreisen» kam ein Verlust von 6,7 Milliarden Isländischen Kronen (rund 55 Millionen Franken) zustande - nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von umgerechnet fast 40 Millionen Franken erwirtschaftet worden war.

Dieses besorgniserregende Resultat hat nun zu diversen Massnahmen bei Icelandair geführt. Unter anderem wolle man sich wieder vermehrt dem europäischen Markt zuwenden, etwa mit der Lancierung neuer Flüge nach Düsseldorf, nachdem zuletzt stark in Nordamerika und Asien ausgebaut worden war. Unter anderem soll im Rahmen einer Restrukturierung der Leasing-Arm der Icelandair Group zu einem der vier Standbeine der Gruppe ausgebaut werden, wie «ch-aviation» schreibt. Die neue Division «Aircraft Leasing and Consulting» wird damit nebst den Bereichen «Operations», «Air Freight and Logistics» sowie «Sales and Customer Experience» ein neues Kernstück der Gruppe. Chef dieser neuen Division wird Arni Hermannsson sein, der CEO der Tochtergesellschaft Loftleidir Icelandic, welche derzeit Charter-, ACMI- und Consulting-Dienstleistungen unter dem Dach der Icelandair Group für Fluggesellschaften aus aller Welt bietet.

Mehr Flexibilität

Die neue Organisationsstruktur soll Icelandair laut deren CEO Bogi Nils Bogason «besser auf das sich stets verändernde operative Umfeld einstellen». Es gehe zudem darum, mehr Gewicht auf Digitalisierung, den Flottenausbau und die Netzwerk-Optimierung zu stellen, sowie mehr Gewicht dem Cargogeschäft sowie, wie bereits erwähnt, dem Leasing-Geschäft einzuräumen.

Nicht zuletzt plant die Icelandair Group, sich von ihrem Touroperating- und DMC-Arm Iceland Travel zu trennen. Bei der zweiten Touroperator-Tochter Vita gebe es Überlegungen hinsichtlich einer vollständigen Integration ins Unternehmen, und bei der Domesticflug-Tochter Air Iceland Connect stehen möglicherweise ebenfalls Reorganisierungen an. Letztere drei Punkte sind aber alle noch offen.

(JCR)