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Das derzeit lodernde Ferguson-Feuer in Kalifornien ist erst zu sieben Prozent unter Kontrolle der Feuerwehr. Bild: KPIX5

Yosemite-Feuer breiten sich aus

Die Waldbrände im beliebten US-Nationalpark in Kalifornien haben sich in den letzten Tagen verschlimmert.

Von 5000 auf 10'000 Hektaren hat sich der Waldbrand östlich des berühmten Yosemite-Nationalparks in Kalifornien seit Donnerstag ausgeweitet. Ein Feuerwehrmann kam im Kampf gegen das Feuer ums Leben, zwei weitere wurden verletzt.

Wegen des sogenannten Ferguson-Feuers im Wald der Sierra Nevada wurden eine Fernstrasse und einer der Eingänge zum Yosemite-Park gesperrt. Die Behörden riefen Touristen auf, Besuche in dem Park zu verschieben. Rund 1500 Feuerwehrleute sind im Einsatz gegen die Flammen.

Der Nachrichtensender KPIX5 meldet, dass auch der vier Fahrstunden nördlich gelegene Lake Tahoe betroffen ist. Rauchschwaden des Waldbrandes nebeln derzeit das bei Touristen und Auflüglern beliebte Ziel ein.

Laut Landwirtschaftsministerium ist das Feuer nur zu sieben Prozent unter Kontrolle. Mehr als 2700 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Mehrere Campingplätze mussten geräumt werden und Bewohner umliegender Ortschaften wurden angewiesen, sich für eine eventuelle Evakuierung bereitzuhalten.

Nach mehreren Jahren starker Trockenheit finden die Flammen jede Menge Nahrung. Neben Kalifornien kämpfen derzeit auch andere Bundesstaaten in den USA mit Waldbränden. In Alaska müssen 18 grosse Brände bekämpft werden, in Colorado sieben und in Idaho zehn. 

Im vergangenen Jahr hatte es in Kalifornien bereits aussergewöhnlich schwere Wald- und Buschbrände gegeben. Das «Thomas»-Feuer, das am 4. Dezember ausbrach, war der schlimmste Brand in der jüngeren Geschichte des US-Bundesstaats. 

(nau/TN)