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So soll die neue Stadt im Nordwesten Saudi-Arabiens aussehen. Bild: Screenshot Youtube

Eine neue Stadt für 500 Milliarden Dollar

In Saudi-Arabien soll aus dem Nichts eine Weltstadt namens Neom entstehen. Geld dafür haben die Saudis. Ob die Stadt auch für Ausländer attraktiv sein wird, steht auf einem anderen Blatt.

Was macht man, wenn man 500 Milliarden Dollar auf der hohen Kante hat? Man baut eine Mega-City und errichtet sich damit ein Denkmal. Die saudische Herrscherfamilie hat soeben ein Projekt namens «Neom» präsentiert, welches den Bau einer riesigen Stadt vorsieht.

Die Eckdaten sind schwindelerregend: Die Stadt soll sich über eine Fläche von 26‘500 Quadratkilometer erstrecken, also mehr als die Hälfte der Fläche der ganzen Schweiz umfassen, und dabei nicht nur auf saudischem Boden liegen, sondern auch teils in Ägypten und Jordanien. Insgesamt 500 Kilometer Küste würden dazu gehoren. Eröffnungstermin für die erste Phase ist bereits 2025, obwohl bislang noch nicht mal ein Spatenstich erfolgt ist.

Laut der saudischen Presseagentur und einem Promotionsvideo für Neom (siehe unten) soll auf modernste Technologie gesetzt werden: Damit wird Nachhaltigkeit (Wind- und Sonnenenergie) und Effizienz (hohe Automation) garantiert. Neom soll kluge Köpfe und Investoren aus aller Welt anziehen. Die Stadt vom Reissbrett ist ein Teil des Projekts 2030 von Saudi-Arabien, welches sich dadurch selber etwas von der Abhängigkeit des Öl-Business befreien will und als zukünftige Geldquelle auf Hochtechnologie setzt.

Ob allerdings zahlreiche «Hochkaräter» aus dem Westen nach Neom ziehen, angesichts der mit der modernen technologischen Ausrichtung kontrastierenden wahhabitischen Kultur mit Kafala und Scharia, darf zumindest bezweifelt werden.

Und hier noch das Projekt in Wort und Bild: 

(JCR)