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Südasien: Monsun fordert 1‘200 Todesopfer
Der Monsun ist dieses Jahr besonders heftig: Mindestens 1‘200 Menschen kamen bislang in Indien, Bangladesch und Nepal ums Leben. Ertrinken, Erdrutsche und Stromschläge sind dabei die häufigsten Todesursachen. Von den heftigen Überschwemmungen sind 40 Millionen Menschen betroffen. Tausende Dörfer sind von der Umwelt abgeschnitten. Die Bewohner müssen tagelang ohne sauberes Wasser und Nahrungsmittel ausharren.
Alleine in Indien sind rund 17 Millionen Menschen von den Fluten betroffen. Alleine im Nordosten gelegenen Bihar sollen 500 Menschen ums Leben gekommen sein. Im 18 Millionen Einwohner zählenden Mumbai hat es an einem Tag so viel geregnet wie sonst in einem gesamten Monat. Der viele Regen überflutete Strassen in der Finanzmetropole – die zwei grössten Börsen Indiens befinden sich in Mumbai.
Der für Indien wichtige Zugverkehr wurde unterbrochen. Tausende Menschen strandeten an Bahnhöfen oder mussten in ihren Büros übernachten. Im dicht besiedelten Viertel Bhendi Bazaar gab ein mehrstöckiges Wohnhaus den Wassermassen nach: Es krachte in sich zusammen. Rettungskräfte suchen noch nach über 40 vermissten Personen. Bislang konnten zehn Verletzte aus dem Gebäude gerettet werden. Mindestens zwei Personen konnte nur noch tot geborgen werden.
Indiens Nachbarland Bangladesch kämpft ebenfalls mit verheerenden Überschwemmungen. Mehr als 600‘000 Hektaren Land wurden beschädigt. Eine Million Tonnen Reis wurden zerstört. Für Bangladesch, das vor allem von der Landwirtschaft lebt, eine Katastrophe.
Und auch Nepal spricht von den schlimmsten Überschwemmungen seit 10 Jahren: 90'000 Menschen bleiben obdachlos zurück, 150 starben. In Bangladesch und Nepal standen teilweise ein Drittel der Länder unter Wasser.