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Das Bühnenbild steht schon bei den letzten Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest vom 13. Mai 2017 in Kiew . Bilder: Daniel Tschudy

200 Millionen Eurovision-Zuschauer blicken auf Kiew

Daniel Tschudy

Die ukrainischen Touristiker haben grosse Erwartungen an den kommenden Mega-Event.

Anton Taranenko, Chef des Tourismusbüros in Kiew, hat viel zu tun. Noch bis anfangs Mai erlebt die Ukrainische Hauptstadt das jährliche Ostereier-Festival, bei dem fast 600 Künstler und Privatpersonen Tausende von Eiern aller Grösse ausstellen – von fünf Zentimetern bis zu zwei Metern.

Aber die Gedanken der Tourismusmacher sind schon längstens beim Eurovision Song Contest vom 13. Mai, zeigt ein Besuch in der ukrainischen Hauptstadt. Der ehemalige Boxweltmeister Vitali Klitschko, seit drei Jahren Bürgermeister Kiews, schwärmt: «Durch den Eurovision Song Contest werden mehr als 200 Millionen Fernsehzuschauer unsere Stadt kennenlernen». Politik will er gar nicht erst machen; er freut sich einfach auf die touristische Promotion für seine Stadt und die neuen Märkte, die man mit diesem Event öffnen kann.

Gute Verbindungen ab Zürich

Israel und die USA sind derzeit die zwei wichtigen Märkte für die Ukraine, gefolgt von Deutschland. Aber Klitschko und Taranenko wollen auch mehr Schweizer Gäste. Zürich wird bereits von der Ukraine Airlines direkt bedient und die Lufthansa und Austrian bieten gute Verbindungen via München und Wien an.

Der ESC wird also Werbeträger erster Güte und zwar ziemlich dreidimensional. In der Kongresshalle Kiews arbeiten derzeit 700 Personen an Einrichtung und Technik. 61 Kilometer Kabel wurden alleine für das Licht verlegt und Videos werden dann über 56 Grossprojektoren gezeigt. 258 Lautsprecher wurden installiert und 212 Tonnen Aufhängematerial unter das Dach gehängt. Die Bühne wiegt 30 Tonnen und bietet eine Showfläche von 350 Quadratmetern. Dort, wo dann die Band Timebelle im zweiten Halbfinal vom 11. Mai mit ihrem Song Apollo die Schweiz vertreten wird.

Weitere Infos:

Daniel Tschudy mit Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko.

Daniel Tschudy mit Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko.