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Seltene Bilder aus Süditalien: Schnee an den Stränden Apuliens. Bild: Twitter/@MagnificaLounge

Hier gehts runter zum Strand – von Lecce

In den letzten Tagen wurde Europa, insbesondere der Süden eingeschneit – mit teils fatalen Folgen. Ein Bus mit Ziel Schweiz verunfallte in der Nacht auf Sonntag – 4 Tote.

Die Kältewelle über Europa und starker Schneefall bis in die Türkei und nach Süditalien haben in den letzten Tagen vielen Ländern erheblich zugesetzt:

  • Bei Saône-et-Loire im Zentrum Frankreichs ist vergangene Nacht ein Bus mit einer portugiesischen Reisegesellschaft verunfallt, der auf dem Weg in die Schweiz war. Nach Behördenangaben starben mindestens vier Menschen. Wahrscheinliche Ursache des Unfalls soll Glatteis sein.
  • Am Bosporus wurde wegen heftiger Schneestürme der Schiffsverkehr gesperrt. Am Istanbuler Flughafen Atatürk fielen am Freitag Hunderte von Flügen aus. Gemäss der Nachrichtenagentur Anadolu wurden in der Stadt bis 40 Zentimeter Schnee gemessen, der Verkehr kam in der hügeligen Stadt vielerorts zum Erliegen.
  • Griechenland zittert: am Hafen von Thessaloniki wurden am Freitag Minus sieben Grad gemessen. An den Stränden liegt eine dünne Schneedecke. Tausende Flüchtlinge auf den Inseln, die in Zelten ausharren müssen, leiden am schlimmsten.
  • In Porto Cesareo, unweit von Lecce, wurden am Strand 15 Zentimeter Schnee gemessen. Auch in Bari und Brindisi hat es geschneit. Insgesamt musste Italien fünf Kältetote in den letzten Tagen zählen.
  • Kroatien hat den Fährverkehr zu einigen Inseln gestoppt. Auch Brücken wurden gesperrt. Split verzeichnete Minus sieben Grad.
  • Im bulgarisch-türkischen Grenzgebiet haben Dorfbewohner in einem Waldstück zwei erfrorene irakische Flüchtlinge gefunden.
  • Auf deutschen Autobahnen kam es gemäss DPA zu zahlreichen Massenkarambolagen, vor allem im Nordwesten des Landes, Blitzeis stellt für ganz Deutschland eine Gefahr dar.
  • In Holland kam es am Samstag zu 330 Glätteunfällen und mehreren Verletzten auf den Strassen. Das Land kämpft mit Eisregen.
  • Nach dem Schneemangel in der Schweiz im Dezember und über die Feiertage, verzeichnen viele Wintersportort über einen Meter Neuschnee, der in den letzten Tagen gefallen ist – mit der Konsequenz erheblicher Lawinengefahr vielerorts.

(TN)