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Zyklon bedroht indische Millionenstadt
Mit Schiffen und Hubschraubern haben Helfer bis Samstag fast 2800 Touristen gerettet, die wegen Unwettern auf Inseln im Indischen Ozean gestrandet waren. Die Touristen sassen wegen des Sturms «Vardah» seit Wochenbeginn auf den Inseln Neil und Havelock fest, die zur Inselgruppe der Andamanen und Nikobaren gehören.
Aktuell zieht «Vardah» über den Golf von Bengalen hinweg und trifft indisches Festland. Es handelt sich um einen «schweren zyklonischen Sturm». «Vardah» stellt nach Lesart des indischen Wetterdienstes die viertschwerste Kategorie tropischer Tiefdruckgebiete dar und kann in Böen Windgeschwindigkeiten von etwa 130 km/h erreichen.
Der öffentliche Verkehr ist eingestellt
Der Zyklon hat die indische Küste am Montag erreicht und droht den Bundesstaat Tamil Nadu sowie den Süden von Andhra Pradesh zu verwüsten. Davon ist auch die Millionenmetropole Chennai betroffen. Die Regierung hat Privatunternehmen aufgerufen, ihren Mitarbeitern am Montag frei zu geben oder sie von zu Hause aus arbeiten zu lassen. Bisher sind laut lokalen Behörden in Tamil Nadu zwei Menschen gestorben. Der öffentliche Verkehr ist eingestellt und viele Leute wurden evakuiert.
Meterhohe Wellen gefährden einen rund 600 Kilometer langen Küstenstreifen. Nachfolgend zieht der Zyklon weiter westwärts. Zwar wird sich der Sturm erfahrungsgemäss durch Reibungseinflüsse über dem Festland abschwächen, doch ist die Gefahr durch Wind und Starkniederschläge auch am Dienstag noch nicht gebannt. Bis voraussichtlich Donnerstag wird sich das Tief auf seinem westlichen Weg weiter abschwächen aber gebietsweise weiterhin für unwetterartige Niederschläge sorgen.