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Auf den griechischen Inseln wird es teurer

Kurzfristig erhöht die griechische Regierung die Mehrwertsteuer auf sechs Inseln. Weitere sollen im Juni 2016 folgen.

Manchmal geht es auch in Griechenland ganz schnell: Kurz vor der Einführung der maximalen Sätze von 23 Prozent informierte die frisch gewählte Regierung Tsipras über das Ende der Steuerprivilegien für sechs Ferieninseln. Bisher lagen die Mehrwertsteuersätze auf allen griechischen Inseln ausser Kreta 30 Prozent unter denen im Rest des Landes. Grund dafür waren die hohen Transportkosten, die Förderung des Tourismus sowie die Unterstützung ärmerer Inselbewohner.

Gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf den touristisch geprägten Inseln hatte die griechische Links-Rechts-Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras lange gekämpft. Doch um an neue Unterstützung seitens der EU zu kommen, wurde dieser Widerstand aufgegeben. Der Steuernachlass soll allerdings nur für die wohlhabendsten Inseln und diejenigen mit den meisten Touristen gestrichen werden. Konkret handelt es sich demnach um Santorini, Mykonos, Rhodos, Naxos, Paros und Skiathos.

Die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf den griechischen Inseln ist damit aber nicht abgeschlossen. Von kommenden Juni an, sollen die Vergünstigungen auf weiteren Inseln fallen, der Rest der Steuererhöhungen dürfte im Januar 2017 folgen. Im Juli wurde bereits landesweit die Mehrwertsteuer auf zahlreiche Produkte und Dienstleistungen von 13 auf 23 Prozent angehoben.

(SW)