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Haiti kämpft nach dem Sturm gegen die Cholera
Haiti findet keine Ruhe: Nach den schwerwiegenden Zerstörungen durch Hurrikan «Matthew», der vor mehr als einer Woche 473 Menschen getötet hat, grassiert nun die Cholera. Gemäss der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in den vergangenen Tagen mindestens 200 Verdachtsfälle gemeldet, wie die «Süddeutsche» berichtet. Vor allem der Bezirk Anse d'Hainault ist stark betroffen: Hier wurden bereits 50 Choleratote gemeldet. Über 200 Menschen sollen sich infiziert haben.
Im Kampf gegen die Cholera schickte die WHO eine Million Impfdosen nach Haiti. Damit ist es aber nicht getan: Die Menschen benötigen laut Experten vor allem sauberes Trinkwasser. Die Überschwemmungen, die Matthew mit sich brachte, sorgten dafür, dass zahlreiche Aussentoiletten und Friedhöfe überschwemmt wurden. Die wenigen verbliebenen Sanitäranlagen sind dürftig in ihrer Funktion und werden von sehr vielen Menschen genutzt. Damit wird der Durchfallerkrankung, die zu Austrocknung und Tod führen kann, der ideale Nährboden geliefert.
Es ist nicht die erste Cholera-Epidemie auf Haiti: Nach dem Erdbeben vor sechs Jahren erkrankten rund 800 000 Menschen, mehr als 8500 starben.