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Gastgeber und Partner des Abends, von links: Caroline Breitmoser (DZT Schweiz), Alina Milz (Bodensee Tourismus), Stefan Mieczkowski (DZT Schweiz) und Jens Grosskreuz (Schwarzwald Tourismus). Bild: DZT

Süddeutsche Gaumenfreuden in der Zürcher Altstadt

Deutschland geht durch den Magen: Bei einem Abendessen in Zürich präsentierte die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) gemeinsam mit dem Schwarzwald und der Bodensee-Region kulinarische Spezialitäten und touristische Neuigkeiten.

Schwarzwälder Schinken, Käsespätzle, Wildente und Zwetschgenknödel: Beim Medien-Dinner «Culinary Germany» in Zürich zeigte sich das Reiseland Deutschland von seiner genussvollen Seite.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) hatte am vergangenen Donnerstag (24. September 2026) gemeinsam mit Schwarzwald Tourismus und Bodensee Tourismus in den Lindenhofkeller in der Zürcher Altstadt geladen. Dort verbanden die Gastgeber touristische Neuigkeiten mit Spezialitäten aus den beiden Regionen.

Stefan Mieczkowski, Leiter der DZT Schweiz, lieferte zunächst aktuelle Zahlen zum Schweizer Markt. Deutschland bleibt bei Schweizer Gästen gefragt. 2025 kamen 6,7 Millionen Übernachtungen aus der Schweiz zusammen. Von Januar bis Juli 2026 waren es 3,97 Millionen, 2,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit ist die Schweiz der zweitwichtigste ausländische Quellmarkt für Deutschland, nach den Niederlanden.

Im Lindenhofkeller mitten in der Zürcher Altstadt lud die Deutsche Zentrale für Tourismus zum Dinner. Bild: TN

Auffällig ist, wohin es Schweizerinnen und Schweizer zieht. Laut einer Erhebung der European Travel Commission wollen 52 Prozent ihre Ferien in weniger bekannten Destinationen verbringen, weitere elf Prozent suchen gezielt Ziele abseits der üblichen Pfade. Damit zeigt der Schweizer Markt europaweit überdurchschnittlich grosses Interesse an weniger bekannten und abgelegenen Reisezielen.

Auch kulinarisch hat Deutschland gute Karten. In einer internationalen Studie nannten 43 Prozent der Befragten Essen und Getränke als eine besondere Stärke des Reiselandes. Die DZT greift das Thema 2026 mit ihrer Kampagne «Culinary Germany» auf.

Vom Bodensee bis in den Schwarzwald

Wie vielfältig Genussreisen aussehen können, zeigten Jens Grosskreuz vom Schwarzwald und Alina Milz von der Bodensee-Region. Rund um den Bodensee prägen Weinberge, Obstgärten, Gemüsebau und Fischerei die Landschaft und die Küche. Das milde Klima schafft gute Bedingungen für Wein und Landwirtschaft.

Eine besonders kuriose Geschichte verbindet den Bodensee mit der Schweiz: 1925 wurden 400 Müller-Thurgau-Reben gegen den Willen der Behörden von Ermatingen nach Hagnau gebracht. Acht Stunden dauerte die Fahrt im Ruderboot. Die Reben waren unter Fischernetzen versteckt. Aus der Schmuggelaktion wurde eine Erfolgsgeschichte für den Weinbau am See.

Es kamen Spezialitäten aus Deutschlands Süden auf den Teller – darunter Wildentenbrust mit Kartoffelkloss. Bild: DZT

Im Schwarzwald wiederum reichen die kulinarischen Erlebnisse weit über die berühmte Kirschtorte hinaus. Jens Grosskreuz verwies unter anderem auf Michelin-Restaurants, die Naturparkwirte, Schwarzwaldforelle und die lange Tradition der Brennereien. Auch Wandern und Genuss lassen sich verbinden, etwa auf den Schwarzwälder Geniesserpfaden.

Dass darüber nicht nur gesprochen wurde, dafür sorgten die Gastgeber Sebastian Rösch und Alexander Schmidt. Auf Schwarzwälder Schinken und Käsespätzle folgten unter anderem Kalbsmaultaschen, Wildentenbrust mit Kartoffelkloss und Blaukraut sowie Zwetschgenknödel. Die passenden Weine begleiteten den Abend.

Zum Abschluss präsentierte Joachim Neymeyer, Geschäftsführer der Schwarzwälder Feingeistbrennerei Franz Fies in Oberkirch, eine Auswahl an Obstbränden. So wurde aus dem touristischen Informationsabend gleichzeitig eine kulinarische Reise durch Deutschlands Süden.

(RSU)