Destinationen
Schweizer Markt bleibt für Deutschland äusserst attraktiv
«Interessierte deutsche Partner für einen Workshop in der Schweiz zu finden, ist nie ein Problem.» Dieser Satz von Stefan Mieczkowski, Leiter der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) in der Schweiz, bringt die Stimmung auf den Punkt. Der Schweizer Markt geniesst in Deutschland weiterhin hohe Aufmerksamkeit. Das Interesse an direktem Austausch mit der Schweizer Reisebranche bleibt gross.
Entsprechend konnte die DZT auch für ihren diesjährigen Workshop ein vielfältiges Teilnehmerfeld zusammenstellen. 14 Partner – darunter Hotels, Destinationen und Anbieter kultureller Erlebnisse – trafen sich am Mittwochabend (10. Juni 2026) im Eventlokal Resident im Zürcher Seefeld mit knapp 40 Schweizer Reiseprofis.
Das Ziel: Inspiration liefern, Kontakte pflegen und konkrete Verkaufsargumente für Deutschland als Reiseziel mitgeben. Bei einer kurzen Vorstellungsrunde erhielten die deutschen Partner die Gelegenheit, ihre Angebote prägnant zu präsentieren.
Anschliessend stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt: In Einzelgesprächen konnten sich die Schweizer Reiseprofis aus erster Hand über Neuheiten informieren und Fragen klären. Rund um das gemeinsame Nachtessen wurde weiter präsentiert und diskutiert. Auch ein Wettbewerb durfte nicht fehlen. Abgerundet wurde der Abend durch eine kurzweilige Rede der Deutschen Weinprinzessin Katja Simon zum Thema «Deutscher Wein im Wandel».
Deutschland setzt auf Städte, Kultur und Genuss
Inhaltlich setzt die DZT in der Schweiz 2026 klare Schwerpunkte. Im Fokus stehen urbane Erlebnisse unter dem Motto Citylife, kulturelle Höhepunkte, naturnahe Angebote sowie kulinarische Entdeckungen. Beispiele dafür reichen von Veranstaltungen entlang des Elbufers in Dresden über Jubiläen wie 30 Jahre Hamburger Bahnhof oder 125 Jahre Wuppertaler Schwebebahn bis hin zu Genussrouten im Schwarzwald und entlang der Deutschen Weinstrasse.
Auch ausserhalb der Reisebranche will die DZT Präsenz zeigen: Bereits am kommenden Wochenende wirbt Deutschland mit einem eigenen Stand am «Bärner Stadtfescht» direkt beim Münster. Zudem wird das Nachbarland im Sommer bei den grossen Freiluftkinos in Zürich, Basel und Genf sichtbar sein.
Dass sich dieses Engagement lohnt, zeigen die Zahlen. Mit 6,7 Millionen Logiernächten war die Schweiz im vergangenen Jahr Deutschlands drittwichtigster Quellmarkt – hinter den Niederlanden und den USA. Besonders gefragt bei Schweizer Gästen bleibt Baden-Württemberg, nicht zuletzt dank dem Europa-Park in Rust. Dahinter folgen Bayern und Berlin. Und für 2026 stimmen die ersten Signale positiv: Im ersten Quartal legten die Übernachtungen aus der Schweiz um knapp drei Prozent zu.