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Am diesjährigen IPW wurden über 100'000 Meetings vereinbart. Bilder: IPW

Brauchen Schweizer bald ein USA-Visa?

Tom Brühwiler

Der IPW 2016 ist zu Ende — die USA-Reisefreudigkeit der Schweizer hält bisher an.

Gestern Abend ging in New Orleans die 48. Ausgabe des International Pow Wow (IPW) zu Ende. Insgesamt sollen über das Scheduling-System des IPW rund 105’000 Meetings verbeinbart worden sein.

Hört man sich unter den Teilnehmern um, sind durchwegs positive Stimmen auszumacheb. Zu den Geschäften mit der Schweiz befragt, wollen einige wenige US-Anbieter aber eine gewisse Verunsicherung aufgrund des Kuoni-DER-Mergers spüren. Zwar verzeichne man nicht unbedingt weniger Buchungen, allerdings würden diese vermehrt via andere Kanälen getätigt. Ganz allgemein ist ein weiterer Shift hin in Richtung Online zu spüren.

USA bei Schweizern weiter sehr beliebt

Die USA bleiben bei Schweizern ein sehr beliebtes Reiseland. Insgesamt sind im vergangenen Jahr 536’584 Schweizerinnen und Schweizer über den Atlantik nach Amerika gereist. Das entspricht einem Plus von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie die Marketing-Organisation Brand USA am Rand der IPW in New Orleans bekanntgab. Wie gut die Schweizer Zahl ist, zeigt sich erst beim Vergleich mit unseren nördlichen Nachbarn: Diese nämlich sind zwar rund vier Mal mehr, nämlich 2’271’820 Mal, eingereist. Auf die Einwohnerzahl bezogen, sind Schweizerinnen und Schweizer damit jedoch weitaus USA-reisefreudiger.

Warnung vor Abschaffung des Visa Waiver Program

Sowohl Roger Dow, CEO von US Travel, als auch David Scowsill, Chef der World Travel & Tourism Concil haben eindringlich vor einer möglichen Aussetzung oder gar einer Abschaffung des Visa Waiver Program gewarnt. Änderungen hätten enorme Auswirkungen, sowohl ökonomisch aber auch auf die Reisefreiheit generell, so Scowsill während einer Pressekonferenz. Bis zum 14. Juli soll entschieden sein, ob das Visa Waiver Program wie bisher weitergeführt wird.