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Mauritius ortet Potenzial auf dem eigenen Kontinent

Die Nigerianer und andere afrikanische Nationen sollen zum konstanten Wachstum des mauritischen Tourismus beitragen.

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres reisten 114‘796 Besucher aus Afrika nach Mauritius. Mehr als die Hälfte davon kamen von der nahe gelegenen Insel La Réunion. 37‘168 reisten von Südafrika aus an.

«Wir sehen ein grosses Potenzial bei Touristen aus Afrika. Dort gibt es eine reiche Oberschicht und eine sich stark entwickelnde Mittelschicht. Im südafrikanischen Markt sind wir bereits gut aufgestellt, aber wir interessieren uns vor allem auch für Nigeria oder die gesamte Westafrikanische Region», sagte der stellvertretende Premierminister und Tourismusminister von Mauritius, Xavier Luc Duval, gegenüber der Reiseplattform Skift.

Rückläufige Besucherzahl aus China

Der Tourismus ist für Mauritius einer der wichtigsten Wirtschaftssektoren, der jährlich für Einnahmen von 12 Millionen Dollar sorgt. Letztes Jahr hatte der Tourismus einen Anteil von 7,6 Prozent am Bruttoinland-Produkt – damit ist der Tourismus der viertgrösste Wirtschaftssektor im Land. Dieses Jahr soll dieser Wirtschaftszweig um 6,4 Prozent weiterwachsen.

58 Prozent aller Touristen stammen im Moment aus Grossbritannien, Frankreich und Deutschland. Bei den europäischen Touristen erwartet Duval ebenfalls einen Aufschwung: Die Lufthansa kündigte im letzten Monat an, nonstop Flüge mit Tochter EuroWings durchzuführen.

Aber auch mit dem asiatischen Markt liebäugelt Duval: Der Lowcost-Carrier AirAsia aus Malaysia will ab Oktober ebenfalls Mauritius ansteuern. Dies könnte dem Land 50‘000 zusätzliche Besucher jährlich aus Malaysia bescheren.

Wettgemacht werden muss die deutlich rückgängige Zahl an Reisenden aus China. Dies nachdem die SouthernAirlines ihre Flüge nach Mauritius eingestellt hat: Die Zahl der chinesischen Touristen ging in den ersten fünf Monate dieses Jahres um 3,9 Prozent auf 32‘828 Besucher zurück. Im Jahr 2015 besuchten total 90‘000 chinesische Touristen Mauritius. Fünf Jahre zuvor waren es lediglich 7‘000. Duval will jetzt mit Kampagnen wieder mehr Chinesen ins Land locken.

(TN)