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Grand-Bassam an der Elfenbeinküste. Bild: lifebeyondtourism.org

Blutiger Sonntag: Anschläge an der Elfenbeinküste und in der Türkei

Mindestens 57 Menschen kamen bei den beiden Anschlägen ums Leben.

Ein Autobomben-Anschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara kostete 37 Menschen das Leben. 120 Menschen wurden verletzt, davon befinden sich noch immer 17 auf der Intensivstation. Unter den Toten ist laut Behördenangaben mindestens ein Selbstmordattentäter.

Die Autobombe habe am Sonntagabend, 13. März, einen Bus mit etwa 20 Insassen getroffen, wie der Fernsehsender TRT berichtete. Ziel des Anschlags war das Viertel, wo sich die Ministerien für Inneres und Justiz befinden.

Facebook, Twitter und andere Internetseite wurden nach dem Anschlag gesperrt — man wollte die Verbreitung von Fotos des Tatorts eindämmen.

Ebenfalls am Sonntag stürmten mehrere vermummte und bis auf die Zähne bewaffnete Angreifer den Strand des Badeorts Grand-Bassam an der Elfenbeinküste. Sie schossen zuerst auf die Badegäste und weiteten den Angriff danach auf drei umliegende Hotels im französischen Viertel des Ortes aus.

Dabei sind ersten Angaben zufolge mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen, unter den Toten sollen vier Europäer sowie sechs der Angreifer sein. Drei weitere Attentäter sollen zu Fuss geflohen sein. Die Polizei fahndet nach den Angreifern, die Hotels seien aber gesichert, wie ein Polizist mitteilte. Zum Angriff bekannte sich gemäss dem auf die Überwachung von islamistischen Websites spezialisierte US-Internetdienst „Site“ das Terrornetzwerk al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI). Die Organisation bekannte sich auch schon zu den beiden Terroranschlägen auf das Hotel in Mali sowie das Hotel in Burkina Faso.

Grand-Bassam ist ein beliebtes Ferienziel, 40 Kilometer östlich von Abidjan, dem wirtschaftlichen Zentrum des westafrikanischen Landes. Am Sonntag war eine Delegation der US-Botschaft aus Abidjan vor Ort. Dass der Angriff gezielt Amerikanern gegolten habe, sei nicht nachweisbar.

(TN)