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Rom nimmt Sehenswürdigkeiten in Schutz
Die pompöse Spanische Treppe, die sich im Edeleinkaufsbezirk von Rom befindet, gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Sehenswürdigkeiten der italienischen Hauptstadt. Die 136 Treppenstufen laden zum Verweilen ein und bilden ein wunderbares Fotosujet für Erinnerungen.
Erst im Jahr 2016 wurde die Spanische Treppe für umgerechnet 1,7 Millionen Franken renoviert. Dabei entdeckte man Kaffee- und Weinflecken und Kaugummirückstände, die die Touristenmassen auf den Marmorstufen aus dem 18. Jahrhundert hinterliessen. Darauf beschloss der Stadtrat im Sommer einen Erlass, um die Sehenswürdigkeiten in der ganzen Stadt zu schützen.
Es ist nun untersagt, sich auf die Monumente der Stadt zu setzen. Wer sich nicht daran hält, wird mit Trillerpfeifen von den Polizisten vertrieben. Wer sich dagegen auflehnt und sich trotz dem Verbot auf den Treppenstufen ausruht, dem drohen Bussgelder von bis zu umgerechnet 440 Franken. Um für Ruhe und Ordnung in der historischen Stadt zu sorgen, wurden auch Verhaltensweisen wie das Baden in den Brunnen oder das Herumlaufen mit nacktem Oberkörper verboten.
Rom ist nicht die einzige Stadt von Italien, die mit Touristenmassen zu kämpfen hat. Die Unesco-Welterbestadt Venedig hat ebenfalls strickte Massnahmen ausgearbeitet, um die Stadt besser zu schützen. So erhielt eine Touristin kürzlich eine Busse von 250 Euro, weil sie sich mitten in den Papadopoli-Gärten in der Nähe des Bahnhofs von Venedig im Bikini sonnte. Ausserdem werden für den Besuch von Venedig schon seit längerem Eintrittsgelder diskutiert, um die Anzahl der Touristen zu minimieren. Wann die Eintrittsgebühr eingeführt wird, ist jedoch noch unklar.