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Böse Erinnerungen an die Tsunami-Katastrophe von Weihnachten 2004 in Thailand (Bild) und Indonesien werden wach. Bild: Pixabay

Verheerender Tsunami in Indonesien

Grosse Küstengebiete der Provinzen Lampung und Banden in der Sunda-Strasse zwischen Java und Sumatra wurden am Sonntagmorgen verwüstet. Grund für den Tsunami dürfte eine Eruption des berüchtigten Vulkans Krakatau sein.

14 Jahre ist es her, seit kurz nach Weihnachten ein riesiger Tsunami grosse Küstenstriche in Indonesien und Thailand verwüstete. Nun hat, kurz vor Weihnachten, erneut ein massiver Tsunami für Tod und Verwüstung gesorgt - dieses Mal allerdings «nur» in Indonesien. Am Sonntagmorgen (Ortszeit) wurden die Provinzen Lampung auf Sumatra und Banten auf Java (gleich westlich der Hauptstadt Jakarta) getroffen. Getroffen wurden Küstenstriche zu beiden Seiten der als Sundastrasse bekannten Meerenge zwischen Sumatra und Java. Beide Provinzen sind touristisch beliebte Ziele - in Lampung befindet sich unter anderem der Bukit Barisan Selatan National Park, wo Elefanten und Sumatra-Tiger zu sehen sind. Die Hauptstadt Bandar Lampung ist ein Backpacker-Hub. Und aktuell ist Hochsaison in Indonesiens Tourismus.

Bislang ist die Rede von 168 Toten und schweren Schäden. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurden überdies 745 Menschen verletzt, weitere 30 gelten als vermisst. Es wird befürchtet, dass die Zahlen noch steigen könnten. Die Flutwellen waren mitten in der Urlaubssaison über beliebte Touristenstrände hereingebrochen.

Als Ursache für den Tsunami wird die seit dem 16. Dezember anhaltende Aktivität des Vulkans Krakatau angenommen. Ein Ausbruch von Anak Krakatau, dem «Babyvulkan» im Inneren des grösseren, berüchtigten Krakatau, soll einen Unterwasser-Erdrutsch verursacht haben, der zum Tsunami geführt hat. Die aktuellsten Informationen findet man wie üblich auf Twitter - darunter auch verstörende Bilder davon, wie der Tsunami beispielsweise völlig unerwartet über ein Rockkonzert hereinbricht (siehe unten).

(JCR)