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Kasachstans Trümpfe im künftigen Tourismus Business: Eco, Events, Ethno & Entertainment – präsentiert von Kairat Sadvakassov, Deputy Chairman von Kazakh Tourism. Bilder: TN/HO

Kasachstans grosses Interesse an Schweizer Touristen

Daniel Tschudy

Eine hochkarätige Delegation aus Kasachstan suchte in Genf und Zürich das Gespräch mit Investoren und Touroperators. Bis in zwei, drei Jahren dürfte eine Direktverbindung in die Schweiz im Air-Astana-Flugplan auftauchen.

Noch gibt es ab Zürich keine Direktflüge in die beiden wichtigsten Städte Kasachstans; der früheren Hauptstadt Almaty im Süden und Astana, der neuen modernen Kapitale. Aber die verantwortlichen Tourismuspromoteren machten an zwei Veranstaltungen in Genf und Zürich deutlich, dass sie optimistisch sind, bis in drei Jahren eine Direktverbindung mit Air Astana in die Schweiz anzubieten – «wenn Sie, geschätzte Touroperators, dazu beitragen, die Nachfrage nach Kasachstan-Reisen in der Schweiz zu erhöhen», sagte Kairat Sadvakassov, der Deputy Chairman von Kazakh Tourism. Derzeit bieten die Austrian via Wien gute Verbindungen an oder man bucht Air Astana ab Frankfurt oder Paris.

Selbstvertrauen, um künftig im Tourismus-Business stärker zu punkten, hat man in Kasachstan ohnehin. Denn die «kleine» Weltausstellung, welche 2017 in Astana stattfand, wurde generell als erfolgreich bewertet, vor allem auch was die logistische Umsetzung vor Ort betraf. Nun erfolgen weitere Schritte, in dem man nicht nur in den Nachbarsmärkten China und Russland weibelt, sondern eben auch neue Märkte erobert. Die Schweiz gehört mit dazu und mit Hilfe der Botschaft in Bern und des Honorarkonsuls in Genf stellte man am Dienstag in Genf und am Mittwoch in Zürich die Chancen des Reiseziels Kasachstans vor.

Präsentierten das Reiseland Kasachstan im Hotel St. Gotthard in Zürich, von links: Kairat Sadvakassov (Dep. Chairman Kazakh Tourism), Ardak Madiyev (Minister-Consellor, Botschaft von Kasachstan in Bern), Rashid Kuzembayev (Chairman Kazakh Tourism) und Jean-Paul Periat (Honorarkonsul Kasachstan in der Westschweiz).

Das Land der Äpfel und der Tulpen – wenig bekannt: beide stammen ursprünglich aus Kasachstan – hat vieles zu bieten. Steppe, Wüsten und Bergregionen, manchmal an die Schweiz erinnernd, aber auch Grossstädte mit Casinos und Nachtleben. Es ist ja auch das Land Marco Polos, direkt an der berühmten Silk Road gelegen. Nur benötigt man halt viel Zeit, Kasachstan kennenzulernen. Es ist mit seinen 2‘724‘900 km²  das neuntgrösste Land der Welt, obwohl es gerade mal 18 Millionen Einwohner gibt.

Eco, Ethno, Events und Entertainment

Das touristische Angebot ist in vier Themen gebündelt: Eco, Ethno, Events und Entertainment. In den Bereich Eco gehören herrliche Nationalparks mit unzähligen Wander-, Riverrafting- und Bergsteigmöglichkeiten. Die Kultur des Landes, mit über 100 verschiedenen ethnischen Gruppen, wird ebenfalls in Angebote verpackt; es gibt entsprechende Festivals und hunderte von Sehenswürdigkeiten an der Seidenstrasse.

Astana und Almaty sind im Segment Events zusammengeführt und zum Faktor Entertainment werden Resorts und Wellnesszentren angeboten. Und genau da spielen auch die Anstrengungen der Regierung, ausländische Investoren einzuladen. Es liegen 10 spezifische Angebote vor, die man bereits vorkalkuliert hat und die entsprechenden Bewilligungen bereitgestellt hat. Die Projekte sollen Investoren und Hoteloperators motivieren, sich die Chancen in Kasachstan anzuschauen und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. Das Potenzial und die Schönheit des Landes ist jedenfalls gross.