Cruise

Einer der 27 neuen Cruise Liner, die 2016 in See stechen: die Carnival Vista. Bild: HO

Deutlich mehr Cruise-Gäste im nächsten Jahr

Trotz Krisen, Sicherheitsbedenken und beschränkten Hafen-Kapazitäten: Der internationale Verband der Cruise Lines erwartet eine Passagiersteigerung auf 24 Millionen.

Gemäss dem internationalen Kreuzfahrtverband Cruise Lines International Association (CLIA) werden 2016 bereits 24 Millionen Passagiere an Bord eines Kreuzfahrtschiffes gehen. Ein Anstieg um 15 Millionen in zehn Jahren: 2006 begaben sich erst 9 Millionen Passagiere weltweit auf einen Cruise Liner. Trotz Krisen, Sicherheitsbedenken und überlasteter Hafen-Kapazitäten im Mittelmeer: der Kreuzfahrtmarkt scheint keine Grenzen zu kennen.

Das Wachstum ist aber auch hausgemacht: denn die Reedereien setzen im nächsten Jahr 27 neue Hochsee-, Fluss- und Spezialkreuzfahrtschiffe ins Wasser — zumindest was die Reedereien betrifft, die der CLIA angeschlossen sind. 18 davon sind Flussschiffe. Das Investment beläuft sich auf 6,5 Milliarden Dollar.

Das grösste Wachstum wird in Asien und Australien ausgemacht. Von 2012 bis 2014 hat sich die Zahl der Passagiere in Asien von 775'000 auf 1,4 Millionen fast verdoppelt. In Australien hat sich die Anzahl Cruise-Gäste in zehn Jahren versechsfacht.

Weiter fasst CLIA diese Trends zusammen:

  • Ein Anstieg der Flusskreuzfahrten: 2016 werden bereits 170 Flusskreuzfahrtschiffe im Einsatz stehen, 18 mehr als in diesem Jahr
  • Die Anzahl Kreuzfahrtschiffe wächst von 471 auf 498
  • Weltweit ist die Anzahl auf Kreuzfahrten spezialisierter Reisebüros (CLIA-Mitglieder) innert fünf Jahren von 12'000 auf 30'000 angewachsen
  • Die meisten Kreuztfahrtschiffe warten neuerdings mit Wi-Fi-Services auf
  • Die meisten Cruise Lines versuchen den Gästen am Einstiegs- und Landehafen auch Hotelübernachtungen zu vermitteln
  • Vermehrt werden Multi-Generationsbuchungen verzeichnet — mit Grosseltern, Eltern, Kindern

(TN)