Business Travel
Der Stress auf Geschäftsreisen nimmt zu
Wer beruflich viel unterwegs ist, braucht gute Nerven. Laut einer Studie des Deutschen ReiseVerbands (DRV) kritisiert jeder zweite Unternehmensleiter erhöhten Stress auf Geschäftsreisen. Das ist ein Fünftel mehr als im Vorjahr. 39 Prozent der Chefs beklagen sich über schlecht geplante Reiseverbindungen. Für ebenso viele Führungskräfte ist die Orientierung an der Zieldestination besonders nervenaufreibend.
Steigenden Stress auf Geschäftsreise nehmen aber nicht nur die Chefs wahr. 45 Prozent aller Business Travellers spüren unterwegs viel Hektik und strapazierte Nerven. Das ist ebenfalls ein Fünftel mehr als 2014 und gilt vor allem für Vielreisende. Etwa 50 Prozent der Befragten, die mehrmals monatlich unterwegs sind, berichten über einen hohen Stresslevel — nicht zuletzt wegen Smartphones. 44 Prozent der Geschäftsreisenden nervt es, dass sie prinzipiell immer erreichbar sind.
Für einen hohen Stresspegel sorgen zudem lange Fahrzeiten zwischen Hotel und Ort des Meetings (42 Prozent). Daneben wird das Nervenkostüm von Business Travellers durch zahlreiche weitere Situationen belastet. Hier die Hitparade: 1. Leere Handy-Akkus, 2. kein Bargeld in der Landeswährung, 3. Wecker oder Handy klingeln im Flugzeug, 4. Orientierungsschilder können nicht gelesen werden, 5. Bahnhof verpasst, an dem man umsteigen wollte. Das Fazit der Studie: Mehr Planung, weniger Stress.