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Fliegen bleibt günstig, das Schlafen geht ins Geld

Die Business-Class-Tarife werden bis Ende Jahr nicht steigen. Bei den Hoteltarifen zeichnet sich ein anderer Trend ab.

Nach den Prognosen von Advito, der Beratungssparte von BCD Travel, bleiben die Preise für Interkontinentalflüge für den Rest des Jahres 2016 in allen Regionen unverändert oder sinken sogar. Grund dafür sind die niedrigen Ölpreise, die es den Airlines schwer machen, ihre Tarife zu erhöhen. Advito geht davon aus, dass die meisten Flugpreise 2016 unverändert niedrig bleiben oder sogar noch weiter sinken werden.

Allerdings gibt es regionale Unterschiede. In Europa dürften die Business Class-Tarife unverändert bleiben und die Economy-Tarife um ein Prozent sinken. In den USA bauen die Low-Cost-Carrier ihre Kapazitäten weiterhin aus, weshalb regionale Economy-Flüge rund zwei Prozent billiger werden. Aufgrund der fortgesetzten Expansion der Günstig-Airlines und neuen Kapazitäten auf den Langstrecken werden in Asien die Preise in den meisten Segmenten fallen. Im Südwestpazifik bleiben die Interkontinentaltarife niedrig, dafür steigen die Preise für regionale Business Class-Tickets. In Afrika dürften die Tarife in allen Segmenten sinken. Für Lateinamerika sagt Advito niedrige Preise bei Interkontinentalreisen und steigende regionale Tarife voraus. Im Mittleren Osten setzt sich die Expansion der Golf-Carrier fort, weshalb auf die meisten Tarifgruppen Druck ausgeübt wird.

Für Geschäftsreisende weniger positiv ist die Entwicklung der weltweiten Hotelpreise. In den einzelnen Regionen verändern sie sich im Jahresvergleich folgendermassen:

  • Nordamerika von 4% auf 6% (2015 stiegen die Preise um 4 Prozent, 2016 um 6 Prozent)
  • Kanada von 1% auf 3%
  • Mexiko von 13% auf 15%
  • USA von 4% auf 6%
  • Europa von 1% auf 3%
  • Frankreich von 1% auf 3%
  • Deutschland von 0 auf 2 %
  • Grossbritannien von 2% auf 4%
  • Asien von -1% auf 0
  • China und Indien von -1% auf -3%
  • Japan von 8% auf 10%
  • Südwestpazifik von 2% auf 4%
  • Australien von 0% auf 2%
  • Neuseeland von 4% auf 6%
  • Afrika von 2% auf 4%
  • Lateinamerika von 3% auf 5%
  • Argentinien von 13% auf 15%
  • Brasilien von 2% auf 4%
  • Chile von 4% auf 6%
  • Im Mittleren Osten von -1% auf 1%
  • Katar und Saudi-Arabien von 0% auf 2%
  • V.A.E. von -2% auf 0

(DW)