Business Travel

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Die Buchungsprozesse werden deutlich komplexer

Denise Weisflog

Ancillary Fees und undurchsichtige Tarifsysteme stellen die Kunden auf die Probe, sagt René Zymni von BCD Travel.

2016 wird die Geschäftsreisen-Spezialistin BCD Travel das Thema Hotelbuchungen forcieren. «Weltweit werden weniger als 50 Prozent der Hotels über das Reisebüro gebucht — dramatisch für jedes wirtschaftlich denkende Unternehmen», sagt René Zymni, Vice President Commercial Central Europe, BCD Travel. Reisende hätten eigene Vorstellungen bezüglich der Unterkunft und wollten diese auch selbst wählen, idealerweise geschehe dies entsprechend der Reiserichtlinie ihres Arbeitsgebers. «Mit unserer Hotelbuchungsplattform TripSource Hotels werden wir 2016 eine Lösung für Europa einführen, die die Bedürfnisse der Reisenden erfüllt und dabei vollumfänglich ins Geschäftsreiseprogramm integriert ist», erklärt Zymni. BCD Travel, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der BCD Group, befindet sich seit der Gründung 2002 in einer Wachstumsphase und will im laufenden Jahr die Präsenz im Schweizer Markt weiter stärken.

Ausserdem wird sich BCD Travel in den kommenden Monaten verstärkt der Virtual-Payment-Automation widmen. Eine Umfrage der Association of Financial Professionals zeigte, dass 2015 fast zwei Drittel aller Unternehmen Opfer von Zahlungsbetrug wurden (travelnews berichtete). Laut Zymni haben traditionelle Zahlungsmethoden wie Firmenkreditkarten und Geschäftsreisekonten zwar ihre Vorzüge, bergen jedoch auch gewisse Risiken für Business Travel-Programme. «Mit virtuellen Kreditkarten bieten wir Lösungen für dieses Problem», sagt Zymni.

Eine aktuelle Herausforderung für die BCD-Kunden ist die zunehmende Komplexität des Buchungsprozesses. «Ancillary Fees – also Zusatzgebühren – sowie neue undurchsichtige Tarifsysteme der Airlines sorgen für Kopfzerbrechen. Wir sehen unsere Aufgabe darin, diese Komplexität für unsere Kunden zu managen, so dass sie sich wieder aufs Kerngeschäft konzentrieren können», so Zymni.

Vertrauen ist entscheidend für das Reisemanagement

Zu den Trends für 2016 gehört laut Zymni die zunehmende Bedeutung des Traveler Engagements. «Um nachhaltige Erfolge im Reisemanagement zu erzielen, sollten Unternehmen ihre Mitarbeitenden zu begeisterten Business Travellers und Botschaftern ihrer Reiserichtlinien machen.» Mit der App TripSource biete BCD Travel einen globalen Service, der speziell auf die Bedürfnisse der Geschäftsreisenden ausgerichtet sei. 2016 werde dieser um die TripSource Enterprise-Lösung erweitert, die unternehmensrelevante Informationen gezielt einsetze und es Travel Managern erlaube, im Sinne ihres Reisemanagement-Programms auch unterwegs positiven Einfluss auf ihre Mitarbeitenden zu nehmen.

Auch das Thema Sicherheit wird laut Zymni dieses Jahr dominant bleiben. «Nicht nur aufgrund der dramatischen Vorfälle in Istanbul, Jakarta und Paris stellen Unternehmen ihr Risikomanagement für Geschäftsreisen verstärkt auf den Prüfstand.» Auch das Vertrauen, das Business Travellers im Krisenfall in ihr Unternehmen setzten, sei entscheidend für das Reisemanagement, weshalb man die Travel Risk Management Services kontinuierlich ausbaue.

Für die kommenden Monate geht Zymni von einem leichten Anstieg des Reisevolumens gegenüber dem Vorjahr aus. Die Top-Geschäftsreiseziele der Schweizer BCD-Kunden sind noch nicht bekannt. 2015 waren dies gemessen an den Transaktionen im innereuropäischen Raum London, gefolgt von Amsterdam und Paris. Auf den interkontinentalen Strecken wurden Chicago, Singapur und Dubai am häufigsten angeflogen. Die aus der Schweiz am meisten frequentierten deutschen Städte waren Düsseldorf, Berlin und Frankfurt.

In der Schweiz betreibt BCD Travel je ein Business Travel Center in Zürich und Genf sowie zwei Implants mit insgesamt 80 Mitarbeitenden.

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