Trips & Travellers

Das Kreuzfahrtschiff Odyssey sollte seinen Bewohnern bis Ende 2027 als schwimmendes Zuhause dienen. Nun ist die Weltreise in Kambodscha vorzeitig gestoppt worden. Bild: Villa Vie Residences

Kreuzfahrt-Traum endet abrupt in Kambodscha

Die Weltreise des Kreuzfahrtschiffs Odyssey ist in Kambodscha vorzeitig zu Ende gegangen. Wegen massiv gestiegener Treibstoffkosten hat der US-Anbieter Villa Vie Residences den Betrieb ausgesetzt. Mehr als 200 Menschen müssen ihr schwimmendes Zuhause verlassen.

Für mehr als 200 Menschen ist der Traum vom Leben auf hoher See vorerst ausgeträumt. Das Kreuzfahrtschiff Odyssey liegt im kambodschanischen Hafen Sihanoukville fest. Der US-Anbieter Villa Vie Residences hat den Betrieb ausgesetzt. Die Bewohner müssen von Bord und verlieren damit vorübergehend ihr Zuhause.

Seit Oktober 2024 war die rund 200 Meter lange Odyssey auf Weltreise. Bis Ende 2027 sollte sie alle sieben Kontinente besuchen. Manche Passagiere hatten für dieses Abenteuer sogar ihren gesamten Besitz verkauft.

Treibstoffkosten explodiert

Nun macht der Iran-Krieg dem ungewöhnlichen Wohnkonzept einen Strich durch die Rechnung. Laut Reederei sind die monatlichen Treibstoffkosten pro Kabine in Teilen Asiens von rund 1800 auf 6000 bis 8000 US-Dollar gestiegen. Auch langsameres Fahren und längere Hafenaufenthalte brachten keine Rettung.

Villa Vie Residences will den über 200 Bewohnern aus rund einem Dutzend Ländern vorübergehende Unterkünfte vermitteln. Auch mehr als 150 Crew-Mitglieder sind betroffen.

Innerhalb der nächsten 60 Tage will sich das Unternehmen finanziell neu aufstellen. Ob die Odyssey ihre Weltreise fortsetzen kann, ist offen.

(RSU)