Trips & Travellers

Essen und Trinken sind laut einer Umfrage der Bank Cler der häufigste Grund für ungeplante Mehrausgaben in den Ferien. Bild: Adobe Stock

Ferien werden für viele teurer als geplant

Fast die Hälfte der Schweizer Reisenden gibt in den Ferien mehr aus als ursprünglich vorgesehen. Besonders Essen und Trinken, Shopping sowie Ausflüge sind für die ungeplanten Zusatzausgaben verantwortlich.

Ferien sollen schön sein. Da darf es offenbar auch etwas mehr kosten. Fast jede zweite Person in der Schweiz gibt auf Reisen mehr aus als ursprünglich geplant. Besonders häufig sprengen Restaurantbesuche, Shopping und Ausflüge das Ferienbudget.

Eine Umfrage der Bank Cler zeigt: 62 Prozent der Befragten geben in den Ferien mehr Geld aus als im Alltag. 44 Prozent überschreiten sogar das Budget, das sie sich für ihre Reise vorgenommen haben. Und das, obwohl viele vorher sparen, Preise vergleichen und einen finanziellen Rahmen festlegen.

Für die abgefragten Sommerferien nahmen sich die Befragten im Durchschnitt 13 Tage frei. Dafür gaben sie knapp 2400 Franken aus. Unterschiede gibt es zwischen den Sprachregionen: In der Westschweiz dauerten die Ferien mit gut 15 Tagen rund zwei Tage länger als in der Deutschschweiz. Gleichzeitig lagen die Ausgaben mit knapp 2700 Franken höher. Deutschschweizer kamen laut «Nau.ch» auf rund 2300 Franken.

Essen wird zum Budget-Killer

Besonders anfällig für ungeplante Ausgaben sind jüngere Reisende. Bei den 18- bis 29-Jährigen überschreitet die Hälfte das Ferienbudget, bei den 40- bis 49-Jährigen sind es sogar 52 Prozent. Ab 50 Jahren sinkt der Anteil auf 36 Prozent.

Am häufigsten geht vor Ort mehr Geld fürs Essen und Trinken drauf als gedacht. 61 Prozent der Reisenden mit ungeplanten Mehrausgaben nennen die Verpflegung als Grund. Dahinter folgen Shopping und Souvenirs mit 48 Prozent sowie Ausflüge, Eintritte und Events mit 47 Prozent.

Grosses Bedauern löst das Loch in der Ferienkasse allerdings selten aus. 46 Prozent freuen sich im Nachhinein darüber, sich etwas Zusätzliches gegönnt zu haben. 55 Prozent haben trotz Mehrausgaben das Gefühl, ihre Finanzen im Griff zu haben. Nur neun Prozent bereuen, mehr ausgegeben zu haben.

Für die Studie wurden im August 2026 im Auftrag der Bank Cler 1000 Personen online befragt.

(RSU)