Trips & Travellers
Massenschlägerei nach Kreuzfahrt – Outfit-Streit am Gate
Mit falscher Identität aufs Kreuzfahrtschiff
Unter falschem Namen und mit gefälschten Dokumenten einer unbeteiligten Person ausgestattet, schmuggelte sich ein Mann im Mai 2025 auf das Kreuzfahrtschiff Discovery Princess. Wie Ermittlungen ergaben, wollte er mithilfe von fremden Kreditkartendaten im Bordcasino absahnen. Jetzt wurde der 38-Jährige zu mehr als vier Jahren Haft verurteilt. Nur drei Tage nach seinem Eindringen durchsuchten Beamte des US-Zolls und der Grenzschutzbehörde die Discovery Princess und fanden nicht nur die gefälschten Dokumente, sondern zudem eine grosse Menge Bargeld. Vor Gericht sah sich der 38-Jährige dann vier Anklagepunkten gegenüber: einem Fall der Fälschung und Verwendung eines gefälschten Dokuments, einem Fall der falschen Ausgabe als US-Bürger sowie zwei Fällen von schwerem Identitätsdiebstahl. Nach sieben Monaten Verhandlung bekannte sich der Mann der letzten beiden Punkte schuldig und wurde zu 52 Monaten Gefängnis und 25'000 Dollar (rund 20'000 Franken) Schadensersatz verurteilt. (Gelesen bei «Focus»)
Zu freizügig für den Flug?
Der Koffer ist aufgegeben, das Gate erreicht, und dann scheitert die Reise plötzlich am Outfit. Genau das soll Fitness-Influencerin Edda Elisa Pilz aus Berlin passiert sein. Nach eigenen Angaben wollte die 25-Jährige mit Lufthansa nach Österreich fliegen, als Mitarbeitende am Gate ihren Look beanstandeten. Pilz trug einen Sport-BH und eine kurze Sporthose – für sie ein gewöhnliches Sommer- und Sport-Outfit. Am Gate sei ihr jedoch signalisiert worden, dass die Kleidung zu freizügig sei. Erst nachdem sie eine Kapuzenjacke angezogen und geschlossen habe, durfte sie an Bord. Besonders aufgebracht zeigte sich die Influencerin über den rauen Tonfall der Mitarbeiterin. Laut Edda Pilz soll sie zu ihr gesagt haben: «Wegen dir verspätet sich der ganze Flug.» Die Art der Kommunikation habe sie als respektlos empfunden: «Es geht nicht nur um Vorschriften, sondern auch darum, wie man mit Leuten spricht.» (Gelesen im «Blick»)
Zoll findet lebende Schlangen im Koffer
Der Zoll am Frankfurter Flughafen hat in dem Koffer eines Passagiers drei lebende Schlangen entdeckt. Diese seien jeweils in einem Stoffbeutel gewesen, teilte die Behörde mit. Der 20 Jahre alte Besitzer habe bei seiner Rückreise aus Thailand Anfang Juni angegeben, die Schlangen hätten ein Überraschungsgeschenk für seine in Deutschland wohnende Mutter sein sollen. Da weder artenschutzrechtliche Bedenken vorlagen, noch die Art des Transports beanstandet wurde, seien die Tiere dem Mann wieder ausgehändigt worden, hiess es in einer Mitteilung. Gegen ihn wurde den Angaben nach jedoch ein Verfahren wegen eines Zollverstosses eingeleitet, da er die Schlangen bei der Einreise wegen ihres Wertes hätte verzollen müssen. Neben den Einfuhrabgaben musste der 20-Jährige auch eine Sicherheitsleistung bezahlen, also insgesamt fast 800 Euro (knapp 740 Franken). (Gelesen in der «Zeit»)
Carnival sperrt 16 Passagiere nach Schlägerei
Die Ferien sind vorbei, die Passagiere zurück an Land – und plötzlich eskaliert die Situation. Am Hafen von Miami ist es nach einer Kreuzfahrt mit Carnival Cruises zu einer Massenschlägerei gekommen. Videos auf Social Media zeigen, wie mehr als ein Dutzend Personen im Bereich der Zollkontrolle aufeinander losgehen. Menschen schlagen um sich, Absperrungen kippen um, Gepäckstücke fliegen durch die Halle. Laut lokalen Behörden handelte es sich um einen Streit zwischen zwei verfeindeten Familien. Festnahmen gab es keine, ebenso wenig Strafanzeigen. Folgen hatte der Vorfall dennoch: Carnival Cruises setzte 16 Beteiligte auf die sogenannte No-Sail-Liste. Für sie heisst es künftig: keine Kreuzfahrten mehr mit der Reederei. (Gelesen in der «New York Post»)
Gegenwind stoppt Langstreckenflug
Mehr als 17 Stunden ohne Zwischenlandung von London nach Perth: Genau dafür ist Flug QF10 von Qantas bekannt. Doch diesmal endete einer der längsten Nonstopflüge der Welt nicht direkt am Ziel. Nach über 16 Stunden in der Luft setzte die Boeing 787 plötzlich in Karratha auf – einem kleinen Flughafen im Westen Australiens, an dem normalerweise vor allem Maschinen für die Bergbauindustrie landen. Grund waren stärkere Gegenwinde als erwartet, die den Treibstoffverbrauch in die Höhe trieben. Die Crew entschied sich deshalb vorsorglich für einen Tankstopp, bevor es auf den letzten Abschnitt nach Perth ging. Nach rund einer Stunde hob der Dreamliner wieder ab. Besonders kurios: Erst vor wenigen Wochen erhielt Karratha die Genehmigung, grössere internationale Flugzeuge abzufertigen und als offizieller Ausweichflughafen zu dienen. Kaum eingeführt – schon kam der erste echte Härtetest. (Gelesen im «Aerotelegraph»)