Trips & Travellers
Swiss lässt komplettes Gepäck und vier Passagiere in Zürich zurück
Am Mittwochmorgen (10. September) kam es am Flughafen Zürich zu einer ungewöhnlichen Situation: Ein Swiss-Flug nach Florenz konnte erst mit rund 45 Minuten Verspätung starten – wegen Übergewichts.
Ein Passagier berichtete dem «Tages-Anzeiger», die Crew habe zunächst per Durchsage informiert, dass die Maschine zu schwer für den Abflug sei. Daraufhin sei entschieden worden, sämtliches Gepäck in Zürich zurückzulassen und es erst mit dem Abendflug nach Florenz zu transportieren.
Zudem suchte die Airline vier Freiwillige, die auf den späteren Flug umgebucht wurden. Als Entschädigung erhielten sie gemäss EU-Fluggastrechteverordnung 250 Euro pro Person. Das Flugzeug sei am Ende mit rund 45 Minuten Verspätung gestartet, so der Passagier.
Die Swiss bestätigt den Vorfall. Demnach habe das Wetter in Florenz – Rückenwind und eine nasse Landebahn – dazu geführt, dass das maximal zulässige Ladegewicht nach unten angepasst werden musste. Um die Sicherheit zu gewährleisten, sei deshalb Gepäck ausgeladen und die Zahl der Passagiere reduziert worden.
Solche Massnahmen sind zwar selten, aber nicht völlig ausgeschlossen: Witterung, Flugzeugtyp, Beladung und benötigte Treibstoffmenge können das Startgewicht beeinflussen. Warum es in diesem Fall gleich das gesamte Gepäck betraf, beantwortet die Swiss nicht.