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Diese Flüge sind nichts für schwache Nerven
Flugangst ist schon unangenehm genug. Verspätungen, Annullationen und schwierige Wetterbedingungen können die Nervosität zusätzlich steigern. Das Fluggastportal Air Advisor hat deshalb 26 stark frequentierte europäische Flugrouten untersucht und daraus einen «Nervous Flyer Score» von 0 bis 100 berechnet. Grundlage sind Betriebsdaten von September 2025 bis August 2026.
Am stärksten gewichtet wurden Annullationen mit 25 Prozent, gefolgt von Verspätungen ab drei Stunden mit 20 Prozent. Verspätungen ab einer Stunde sowie das Wetter am Start- und Zielflughafen flossen mit je 15 Prozent ein, die Flugdauer mit zehn Prozent. Wichtig: Flugsicherheit und Turbulenzen spielen im Ranking keine Rolle.
Ferieninsel Madeira weit vorne
Eine Strecke sticht besonders heraus: Amsterdam–Barcelona erreicht mit 75,1 von 100 Punkten den höchsten Stresswert der Untersuchung. Die Verbindung ist zwar in keiner einzelnen Kategorie Spitzenreiter, schneidet aber gleich bei mehreren Faktoren schlecht ab: 7,02 Prozent der Flüge verspäten sich um mindestens eine Stunde, 2,93 Prozent fallen ganz aus. Zudem dauert der Flug mit rund 130 Minuten vergleichsweise lange.
Auf Rang zwei folgt London-Heathrow–Amsterdam mit 63,8 Punkten. Hier schlägt vor allem die Annullierungsquote von 3,69 Prozent zu Buche – der höchste Wert aller untersuchten Verbindungen. Manchester–Dublin folgt knapp dahinter. Auf dieser Strecke starten 7,51 Prozent der Flüge mindestens eine Stunde zu spät, ebenfalls ein Höchstwert im Ranking.
Bemerkenswert für Ferienreisende: Lissabon–Madeira belegt Rang vier. Ausschlaggebend sind unter anderem die häufigen längeren Verspätungen und die Wetterbedingungen in Funchal. Air Advisor gibt Madeira beim Wetterfaktor den Höchstwert 10 von 10. Wind und durchziehende Wetterfronten können den Betrieb am Flughafen erschweren.
Die Studienautoren wollen mit dem Ranking ausdrücklich nicht dazu raten, bestimmte Routen zu meiden. Vielmehr soll es nervösen Passagieren zeigen, auf welchen Strecken Unwägbarkeiten häufiger auftreten – und ihnen damit helfen, sich besser darauf vorzubereiten.
So lässt sich Flugstress reduzieren
Air Advisor gibt nervösen Passagieren einige einfache Tipps. Nach Möglichkeit sollten Direktflüge und eher frühe Verbindungen gewählt werden. Falls ein Flug ausfällt oder sich stark verspätet, bleiben so mehr Alternativen für denselben Tag. Bei Umsteigeverbindungen empfiehlt sich zudem genügend Zeit zwischen den Flügen einzuplanen.
Hilfreich ist auch, die Wetterlage am Abflug- und Zielflughafen im Auge zu behalten und die Benachrichtigungen der Airline-App zu aktivieren. Am Flughafen selbst reduziert genügend Zeit zusätzlichen Stress. Und falls die Nervosität an Bord steigt, rät Air Advisor dazu, die Kabinencrew anzusprechen. Ablenkung durch Musik oder andere Beschäftigungen sowie einfache Atemübungen können ebenfalls helfen.