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Bye, bye Nebeldecke: Traumferien auf der einsamen Insel
Sybille BoolakeeEine tropische Insel umgeben vom kristallklarem Meer, mit weissem Sandstrand, üppigem Grün und einem endlos blauen Himmel — da lässt es sich aushalten, erst recht wenn sich hierzulande die Nebeldecke unerbittlich zeigt. Wir haben einige Traumziele mit Robinson-Charme ausgemacht, für die sich ein Abstecher lohnt, so es am Kleingeld nicht fehlt.
Oprah Winfrey, Harrison Ford, Nelson Mandela — sie alle waren bereits auf Necker Island. Aber auch weniger Prominente können exklusiv auf der 30 Hektar grossen Insel, die zu den British Virgin Islands gehört, ihre Ferien verbringen. Vorausgesetzt sie können 54'500 US-Dollar pro Nacht bezahlen. Dafür dürfen sie aber auch 27 Gäste auf die Privatinsel Richard Bransons mitbringen, schliesslich möchte man sich ja nicht langweilen. Für den perfekten Service sorgen 50 Angestellte, sodass kein Wunsch unerfüllt bleibt. Von der Gourmetküche bis zur Barbequeparty, vom exzellenten Champagner bis zu internationalen Biersorten, von Bootsfahrten zu benachbarten Inseln bis zu Taucherausflügen mit Schatzsuche — alles ist im Preis inbegriffen. Für karibische Stimmung sorgt eine Calypso-Band.
Ganz für sich alleine sind auch die Gäste von Coco Privé Kuda Hithi auf den Malediven. Die insgesamt sechs Villen, die exklusiv für bis zu zwölf Inselsehnsüchtige gemietet werden können, kuscheln sich auf dem winzigen Nord-Male-Atoll zwischen tropischen Bäumen, weissem Strand und glitzernden Pools. Um jeden noch so individuellen Wunsch kümmert sich der frühere Butler der Queen, Paul Brown, mit seinem Team. Angeboten wird die Insel für eine Gruppe mit acht Personen ab 20'200 Euro pro Tag. Im Preis eingeschlossen sind alle Mahlzeiten und Getränke, alle Services wie Tauchen, Schnorcheln, Angeln sowie die Transfers ab und bis Male.
Eine einsame Insel ist ein Sehnsuchtsort. Keine unzufriedenen Kollegen, kein nervender Chef und keine störende Nachbarn. All dies und noch viel mehr sind Gründe, warum Inseln als Feriensort so begehrt sind. Einer, der sich damit bestens auskennt, ist der Inselmakler und Unternehmer Farhad Vladi. Er verkauft Inseln nicht nur, sondern vermietet sie auch. Und das nicht nur an die Schönen und Reichen dieser Welt. Seine eigene Insel im Marlborough Sound vor der Südinsel Neuseelands gehört dazu. Forsyth Island vermietet Vladi exklusiv ab 1000 Euro pro Tag mit Vollpension, geführten Touren und Exkursionen, Picknicks sowie Boots- und Angeltouren. Wer nach einem 20-Minuten-Helikopterflug ab der neuseeländischen Hauptstadt Wellington auf der 7,5 Quadratkilometer grossen Insel landet, der fühlt sich wie ein kleiner König. Wohnen können die Gäste entweder in der gemütlichen Lodge "Te Paruparu" oder im eher rustikalen Shorebeach Cottage direkt am Strand. Hat man sich an der fantastischen Aussicht zu den Nachbarinseln mit Bergkämmen und Steilküsten irgendwann satt gesehen hat, kann man auf Spazier- und Wanderwegen von rund 50 Kilometern Länge die Insel erkunden. Einzige Begleiter sind ein paar Schafe, Kaschmirziegen und handzahme Lamas.
Nicht Fuchs und Hase, sondern Delfin und Schildkröte sagen sich hier Gute Nacht: auf dem Mnemba Atoll, einem Inselchen vor der nördlichen Spitze Sansibars. Die Insel und die Mnemba Island Lodge begeistert besonders frisch Verliebte und Tauchfans. Auf die Gäste warten zehn Villen versteckt unter tropischen Bäumen am weissen Sandstrand. Gespeist wird im Gartenrestaurant oder unter dem Sternenhimmel zu zweit am Strand.
Barfussferoem mit Out-of-Afrika-Feeling erleben die Besucher der Insel Benguerra vor der Küste Mosambiks. Die Benguerra Island Lodge wurde gerade erst nach einer Renovierung neu eröffnet und verwöhnt ihre Gäste mit romantischen Strandhäusern im portugisischen Stil, privaten Pools und einem traumhaften Blick auf den Indischen Ozean. Die anderen Villenbewohner trifft man beim Tauchen und Schnorcheln sowie bei einer Safari zu Pferde und beim Segeln mit einer traditionellen Dhow.
Zwei Gäste, eine Insel: Auf Krakal Island warten paradiesische Ruhe und viel Natur. Auf der Insel gibt es keinen Strom, keinen Kühlschrank und kein Luxushotel. Doch gerade das begeistert abenteuerlustige Urlauber im indonesischen Karimunjawa-Archipel. Via Funk stehen die Gäste mit einem Butler in Verbindung, der ausgerüstet mit Picknickkorb, Petrollampen und Kerzen für das leibliche Wohl sorgt. Unvergesslich sind die Nächte unter dem Sternenhimmel.
Doch es geht noch einsamer. Für alle, die gerne mal ausgetretene Pfade verlassen, ist ein Aufenthalt auf der einsamen Robinsoninsel Luahoko im Inselreich Tonga genau das Richtige. Die Gestrandeten wohnen in einer Hütte aus Palmblättern, angeln selber frischen Fisch, kochen am Lagerfeuer und vergessen die hektische Welt irgendwo da draußen. Nach vier Tagen, an denen nur Wind und Wellen die Ruhe untermalten, werden die Abenteurer mit dem Boot wieder abgeholt. Sie haben dann einige Tage Zeit, sich in einem Viersterneresort auf der Insel Foa wieder an die Zivilisation zu gewöhnen.