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Unwetter wüten auf Korsika, Sardinien und in Südfrankreich
Heftige Regenfälle haben in mehreren Mittelmeerregionen zu Überschwemmungen geführt. Auf Korsika kamen zwei Menschen ums Leben, auf Sardinien und in Südfrankreich standen Strassen und Häuser unter Wasser.
Am schwersten traf es in der Nacht auf Freitag (6. November 2026) den Süden Korsikas. Zwischen Bonifacio und Porto-Vecchio wurde ein Auto auf der Küstenstrasse RT10 von den Wassermassen mitgerissen. Zwei Insassen ertranken, eine dritte Person konnte gerettet und mit einem Helikopter ins Spital gebracht werden, wie das Portal «Ouest-France» berichtet.
Bereits am Donnerstag hatten heftige Regenfälle zahlreiche Strassen überflutet. Besonders betroffen war die Region um Porto-Vecchio. In Haute-Corse wurden örtlich bis zu 200 Liter Regen pro Quadratmeter registriert. Zahlreiche Schulen blieben geschlossen.
Die Behörden riefen dazu auf, unnötige Fahrten zu vermeiden. Für beide korsischen Departemente gilt bis Freitagmittag die zweithöchste Unwetterwarnstufe Orange.
Hochwasser auch in Südfrankreich
Auf dem französischen Festland führten heftige Niederschläge ebenfalls zu Überschwemmungen. Schwer getroffen wurden die Départements Gard und Hérault in der Region Okzitanien.
In Sommières, rund 25 Kilometer westlich von Nîmes, trat der Fluss Vidourle über die Ufer. Am Freitagmorgen um 4.30 Uhr erreichte er einen Pegelstand von 4,50 Metern.
Zahlreiche Strassen und mehrere Brücken mussten gesperrt werden. Betroffen waren unter anderem Verbindungen rund um Sommières sowie in der Nähe von Le Grau-du-Roi. Die Behörden aktivierten den kommunalen Krisenstab und warnten vor weiteren Überschwemmungen. Für das Département Gard galt ebenfalls die Warnstufe Orange.
Grosse Regenmengen auf Sardinien
Auf Sardinien konzentrierten sich die Unwetter auf den Nordosten. Im Ferienort Golfo Aranci fielen am Donnerstag laut «Rai News» innerhalb weniger Stunden 173 Liter Regen pro Quadratmeter. Strassen und rund 15 Gebäude wurden überflutet. Einsatzkräfte brachten Bewohner eines Altersheims in Sicherheit.
Auch aus Porto Cervo und Arzachena wurden überflutete Strassen gemeldet. Insgesamt fiel das Unwetter auf Sardinien weniger heftig aus als befürchtet. Der italienische Zivilschutz stufte die zunächst rote Warnung im Tagesverlauf auf Gelb zurück.