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Hotelsterben in Thailand nimmt zu
Thailands Hotelbranche kämpft mit sinkenden Gästezahlen, wachsendem Wettbewerb und steigenden Betriebskosten. In den ersten neun Monaten 2026 stellten 148 Hotel- und Beherbergungsbetriebe ihren Betrieb ein. Das entspricht einem Anstieg von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie das Kasikorn Research Center (KResearch) berichtet.
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind weit verbreitet. Bereits 2025 schrieben 51 Prozent der Hotelbetriebe rote Zahlen. Besonders betroffen sind kleinere Unternehmen: Von ihnen verzeichneten 54 Prozent Verluste. Gleichzeitig ging die Zahl der Neugründungen in den ersten neun Monaten 2026 laut «The Nation Thailand» um 31,2 Prozent auf 779 zurück.
Obwohl der Gesamtumsatz der Branche 2026 voraussichtlich um 2,6 Prozent auf rund 1,1 Billionen Baht (rund 27 Milliarden Franken) steigt, bleibt die Erholung ungleichmässig. Für das laufende Jahr rechnet KResearch mit 31,4 Millionen internationalen Gästen. Das sind vier Prozent weniger als 2025 und lediglich 79 Prozent des Niveaus vor der Pandemie.
Mehr Hotelzimmer, weniger Nachfrage
Während die Nachfrage schwächelt, wächst das Angebot weiter. Thailand verfügte Mitte 2026 über rund 876'000 Hotelzimmer, 11,7 Prozent mehr als 2019. Besonders in Bangkok, Phuket und Chiang Mai verschärft sich der Wettbewerb. Die durchschnittlichen Zimmerpreise sind deshalb leicht gesunken.
Auch für 2027 bleibt der Ausblick durchzogen. KResearch erwartet zwischen 31 und 33 Millionen internationale Gäste. Steigende Energie- und Personalkosten sowie geopolitische Unsicherheiten könnten die Rentabilität zusätzlich belasten.
Die Marktforscher rechnen deshalb mit weiteren Betriebsschliessungen oder Hotelverkäufen. Sie empfehlen den Unternehmen, neue Einnahmequellen zu erschliessen und sich weniger stark über den Preis zu positionieren.