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Kein guter Tag für italienische Flughäfen wie Mailand-Malpensa: Eine technische Störung bei der Flugsicherung und ein Easyjet-Streik lähmen den Flugverkehr. Bild: MXP

Datenpanne und Streik bringen Flugverkehr in Italien durcheinander

Eine technische Störung bei der italienischen Flugsicherung ENAV sorgt für erhebliche Kapazitätseinschränkungen. Da zeitgleich ein Easyjet-Streik läuft, droht an den italienischen Flughäfen das Chaos – auch Flüge ab der Schweiz sind betroffen.

Eine schwerwiegende Störung im Datenübertragungsnetz der italienischen Flugsicherung ENAV beeinträchtigt seit den frühen Morgenstunden den gesamten Luftraum Italiens. Um das Höchstmass an Betriebssicherheit zu gewährleisten, hat ENAV seit 6.00 Uhr morgens verkehrssteuernde Massnahmen ergriffen. Die Folge: Die Kapazitäten für Starts, Landungen und Überflüge wurden drastisch reduziert, zahlreiche Maschinen blieben am Boden. Einen Hackerangriff oder Sabotage schliesst ENAV nach ersten technischen Überprüfungen aus.

Die Situation spitzt sich am heutigen 16. Oktober zusätzlich zu: Parallel zur Datenpanne läuft ein 24-stündiger Streik des Easyjet-Personals in Italien. Dies führt vor allem an den Hauptdrehkreuzen Mailand-Malpensa, Linate, Rom-Fiumicino und Ciampino zu Flugausfällen und Verspätungen. Gesetzlich garantierte Zeitfenster (7.00–10.00 Uhr sowie 18.00–21.00 Uhr) werden zwar eingehalten, Reisenden wird jedoch dringend empfohlen, ihren Flugstatus vorab zu prüfen.

Auch der Schweizer Flugverkehr spürt die Auswirkungen. Am Flughafen Zürich wurden am Morgen bereits erste Swiss-Verbindungen nach Italien annulliert – darunter Flüge nach Mailand und Bologna. Ob alle Annullationen direkt auf das Datenproblem der ENAV zurückzuführen sind, wird derzeit von den Airlines geprüft.

(TN)