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Spritengpass auf Bali: Was Reisende jetzt wissen müssen
Wer derzeit auf Bali mit dem Mietwagen oder Roller unterwegs ist, braucht Geduld: Seit Anfang Woche bilden sich vor zahlreichen Tankstellen kilometerlange Schlangen. Einige Zapfsäulen mussten vorübergehend schliessen. Von den Verzögerungen betroffen sind sowohl Einheimische als auch Touristinnen und Touristen, die teilweise stundenlang in der Hitze ausharren, um Kraftstoff zu bekommen.
Die Ursache für die Krise liegt nach offiziellen Angaben nicht an einem weltweiten Rohstoffmangel, sondern an hausgemachten Vertriebsproblemen. Schlechte Wetterbedingungen und ein verunglücktes Ankermanöver eines Tankers verzögerten die Entladung an den Hauptterminals Sanggaran und Manggis. Panikkäufe der Bevölkerung verschärften die Lage rasch.
Balis Gouverneur I Wayan Koster betont jedoch, dass die Treibstofflager auf der Insel grundsätzlich ausreichend gefüllt seien. Der staatliche Energiekonzern Pertamina hat mit der Ankunft neuer Tankerlieferungen – darunter Millionen Liter des beliebten subventionierten Benzins «Portalite» – bereits Notfallmassnahmen eingeleitet. Die Belieferung der Zapfsäulen läuft nun rund um die Uhr.
Stabile Preise trotz globalem Druck
Obwohl die weltweiten Importbedingungen durch Spannungen im Nahen Osten angespannt bleiben, hält die indonesische Regierung unter Präsident Prabowo Subianto die Kraftstoffpreise bis Ende Jahr stabil. Dies soll die Kaufkraft sichern und die Inflation dämpfen.
Eine rasche Normalisierung der Lage vor Ort wird für die kommenden Tage erwartet. Reisenden wird geraten, Fahrten vorausschauend zu planen und längere Wartezeiten bei Tankstopps einzukalkulieren.