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Lufthansa-Gruppe gewinnt das Rennen um TAP Air Portugal
Lange war unklar, wer das Rennen um den portugiesischen Nationalcarrier TAP Air Portugal machen wird. Jetzt ist der Entscheid gefallen: Zwischen den beiden Bietenden, Air France-KLM und der Lufthansa-Gruppe, erhält der deutsche Grosskonzern den Zuschlag.
Ende September reichten beide Konzerne überarbeitete Angebote für die Beteiligung an TAP ein. Berichten zufolge haben beide Parteien ihre Angebote für eine Minderheitsbeteiligung auf mehr als 1 Milliarde Euro erhöht. Die Lufthansa-Gruppe hat sich mit einem reinen Barangebot und einer stärkeren Finanzlage gegen die Air France-KLM durchgesetzt, welche einen Teil in Form eigener Aktien bezahlen wollte. Der neue Anteilseigner Lufthansa Group übernimmt zunächst 44,9 Prozent der TAP, weitere fünf Prozent sind für die Mitarbeitenden vorgesehen.
Nach dem Erhalt des Zuschlags stehen weitere Vertragsverhandlungen und eine wettbewerbsrechtliche Prüfung durch die Europäische Kommission an. Die Transaktion könnte sich bis 2028 hinziehen. Mit der Privatisierung der Airline will sich der portugiesische Staat finanziell entlasten, die Wettbewerbsfähigkeit von TAP stärken und langfristig wichtige Flugverbindungen sichern.
Inwiefern sich der Zusammenschluss auf die Flugverbindungen und die Preise haben wird, ist noch offen. Durch die Übernahme könnte der Wettbewerb auf einzelnen Strecken abnehmen, was für Flugpassagiere höhere Ticketpreise zur Folge haben könnte. Bereits beim Einstieg der Lufthansa Group bei ITA Airways hatte die EU-Kommission vor steigenden Ticketpreisen durch den abnehmenden Wettbewerb gewarnt und die Übernahme deshalb nur unter strengen Auflagen genehmigt.
(Dieser Artikel wurde aktualisiert.)