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Tierfreundliche Tiererlebnisse ermöglichen die Beobachtung von Elefanten, ohne in ihr natürliches Verhalten einzugreifen. Bild: FOUR PAWS | Hristo Vladev

Sponsored Tierfreundlich reisen: So gelingen unvergessliche Tiererlebnisse ohne Tierleid

Elefantenbaden, Delfinshows  oder das Selfie mit einem Tiger: Tierbegegnungen gehören für viele zu den Höhepunkten einer Reise. Doch nicht jede Attraktion ist so harmlos, wie sie scheint. Wer genauer hinschaut, kann Tiere auch in den Ferien respektvoll erleben und dabei Angebote unterstützen, die das Tierwohl ins Zentrum stellen.

Nicht jede Tierattraktion ist tierfreundlich

In vielen Fernreisezielen locken Angebote, die einen nahen Kontakt zu Wildtieren versprechen, etwa Tigerselfies, das Baden mit Elefanten oder Spaziergänge mit Löwen. Doch auch in Europa gibt es Tierattraktionen, die kritisch hinterfragt werden sollten, darunter Delfinarien, Tieraufführungen sowie manche Angebote mit Reit- und Lasttieren.

Was Viele nicht wissen: Wildtiere haben von Natur aus eine Scheu vor Menschen. Damit direkter Kontakt, Fotos oder Vorführungen möglich werden, werden die Tiere häufig unter Zwang an Menschen gewöhnt und daran gehindert, ihr natürliches Verhalten ausleben zu können. Hinter scheinbar unvergesslichen Ferienmomenten können deshalb Stress, Leid und unnatürliche Haltungsbedingungen stehen.

Drei Fragen vor der Buchung

Vor der Buchung einer Aktivität helfen drei einfache Fragen:

  • Gibt es direkten Kontakt zu Wildtieren?
  • Werden Selfies, Streicheln, Füttern, Baden oder andere Interaktionen angeboten?
  • Müssen Tiere Menschen tragen, Kunststücke vorführen oder zur Unterhaltung dienen?

Wenn eine oder mehrere dieser Fragen mit Ja beantwortet werden, lohnt es sich, das Angebot kritisch zu prüfen und im Zweifel nach einer tierfreundlicheren Alternative zu suchen.

Im LIONSROCK Grosskatzenschutzzentrum in Südafrika finden gerettete Löwen und Tiger aus Zoos, Zirkussen und privater Haltung ein neues Zuhause. Bild: VIER PFOTEN | Mihai Vasile

Auch Souvenirs verdienen einen zweiten Blick

Tierfreundliches Reisen endet nicht bei Ausflügen und Aktivitäten. Auch beim Souvenirkauf lohnt sich Aufmerksamkeit. Produkte aus Knochen, Zähnen, Fell, Federn oder Schildpatt stammen teilweise aus dem Wildtierhandel und können Ausbeutung, Wilderei oder den Handel mit bedrohten Tierarten fördern.

Wer verantwortungsvoll reisen möchte, entscheidet sich deshalb lieber für lokale Handwerkskunst oder andere Souvenirs, die ohne tierische Bestandteile hergestellt wurden.

Was tun bei streunenden Tieren?

In vielen Ferienregionen begegnen Reisende streunenden Hunden und Katzen. Das Bedürfnis zu helfen ist verständlich. Regelmässiges Füttern hilft kurzfristig, löst die Ursachen jedoch nicht. Nachhaltiger ist die Unterstützung lokaler Tierschutzorganisationen, die auf Kastrationsprogramme und medizinische Versorgung setzen.

Die schönsten Tiererlebnisse finden in der Natur statt

Wer Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachtet, erlebt oft die eindrücklichsten Begegnungen. Ob auf Safari, beim Wandern, beim Schnorcheln oder Tauchen: Tiere können beobachtet werden, ohne sie zu bedrängen oder in ihr Verhalten einzugreifen.

Wichtig ist dabei, ausreichend Abstand zu halten, Tiere nicht anzulocken oder zu füttern und Rückzugsmöglichkeiten zu respektieren. Auch die Wahl des Anbieters ist entscheidend. Seriöse Angebote stellen das Wohl der Tiere in den Mittelpunkt, erzwingen keine Sichtungen und nehmen Rücksicht auf die Tiere und ihre Lebensräume.

Im Arosa Bärenland können Besuchende Bären beobachten, ohne in ihr natürliches Verhalten einzugreifen. Bild: Stiftung Arosa Bären | VIER PFOTEN

Seriöse Schutzzentren als tierfreundliche Alternative

Auch der Besuch eines seriösen Schutzzentrums kann eine Bereicherung für die Ferien sein. Solche Einrichtungen nehmen gerettete Tiere auf und ermöglichen ihnen ein möglichst artgemässes Leben. Gleichzeitig vermitteln sie Besuchenden Wissen über Arten- und Tierschutz.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal: Seriöse Schutzzentren verzichten auf direkten Kontakt zwischen Besuchenden und Wildtieren. Sie bieten keine Selfies, Fütterungen oder Tieraufführungen an und züchten keine Tiere für touristische Zwecke.

Ein Beispiel dafür ist das Arosa Bärenland. Dort leben die geretteten Bären Amelia, Meimo, Sam und Jamila in einer naturnahen Umgebung. Besucherinnen und Besucher können die Tiere beobachten und gleichzeitig mehr über Bärenschutz und die Bedürfnisse von Wildtieren erfahren. Das Arosa Bärenland zeigt, dass sich eindrückliche Tiererlebnisse und verantwortungsvoller Tourismus erfolgreich verbinden lassen.

Das Arosa Bärenland verbindet eindrückliche Tierbeobachtungen mit Aufklärung über den Schutz von Wildtieren. Bild: Stiftung Arosa Bären | VIER PFOTEN

Bewusste Entscheidungen machen den Unterschied

Tierfreundliches Reisen bedeutet nicht, auf besondere Erlebnisse zu verzichten. Im Gegenteil: Wer sich für respektvolle Tierbeobachtungen, seriöse Schutzzentren und verantwortungsvolle Angebote entscheidet, kann Tiere oft näher an ihrem natürlichen Verhalten erleben und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zu ihrem Schutz.

Jede Reiseentscheidung sendet ein Signal an die Tourismusbranche. Je stärker die Nachfrage nach tierfreundlichen Angeboten wächst, desto mehr Anreize entstehen, nachhaltige und verantwortungsvolle Alternativen anzubieten.

Unvergessliche Tiererlebnisse und Tierschutz sind kein Widerspruch. Ob als Reisende oder als Anbieterin von Reiseerlebnissen: Wer tierfreundliche Alternativen unterstützt, trägt dazu bei, Tierwohl und Tourismus erfolgreich miteinander zu verbinden.

Weitere Informationen von VIER PFOTEN

(TN)