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Im Papiersaal in Zürich-Sihlcity: Javier Piñanes (Direktor des Spanischen Fremdenverkehrsamtes, links) und Daniel Solana (Direktor der baskischen Tourismusagentur) luden rund 50 Schweizer Reiseprofis zum faszinierenden Baskenland-Abend ein. Bilder: TN

Spanien 8 Prozent im Plus – auch dank Baskenland

Am Baskenland-Workshop in Zürich informierte eine Delegation der aufstrebenden nordspanischen Region über die aktuellen Reisetrends – von einem kulinarischen Erlebnis begleitet, mit Pintxos, erlesenen Weinen und baskischer Küche.

Im stimmungsvollen, industriellen Papiersaal in Zürich-Sihlcity drehte sich gestern alles um das aufstrebende, spanische Baskenland. Das País Vasco oder Euskadi, auf Baskisch, trumpft als Tourismusdestination bei Schweizerinnen und Schweizern immer stärker auf.

Der Host des Abends, Javier Piñanes, der Direktor des Spanischen Fremdenverkehrsamtes in der Schweiz, strich beim Speech vor den rund 50 Reiseprofis die Faszination des Baskenlandes hervor – und den baskischen Beitrag zur erfolgreichen, touristischen Entwicklung Spaniens im letzten und im laufenden Jahr. «2025 verzeichnete Spanien 2,3 Millionen Gäste aus der Schweiz. Und in diesem Jahr legen wir weiter zu: von Januar bis Juli 2026 sind 8 Prozent mehr Schweizer nach Spanien gereist, mit einem Ausgabenplus von 9 Prozent».

Eines der kulinarischen Zentren der Welt

Daniel Solana, der Direktor der baskischen Tourismusagentur, stellte seine Region dem Publikum vor und verwies dabei auf die Highlights: Die Küste am Golf von Biskaya ist wild und zerklüftet, geprägt von Steilküsten und Surf-Stränden. Das Baskenland gilt als eines der kulinarischen Zentren der Welt, die Dichte an Michelin-Sternen ist extrem hoch. Bilbao (Guggenheim-Museum) und San Sebastián (Playa de La Concha) faszinieren als Städteziele. Und das Baskenland besitzt eine der ältesten und rätselhaftesten Sprachen Europas (Euskera).

Von der gastronomischen Vielfalt und den erlesenen Weinen konnten sich die Schweizer Reiseprofis gestern sogleich überzeugen. Mit in Zürich war Starkoch Jesus Santamaria, der ausserirdisch gute Pintxos servieren liess – Häppchen mit Steak Tartar, Puffreis mit Krebsfleisch, Karamell vom Schweinefilet und Brie-Käse, Seehecht in grüner Sauce ... begleitet von einem Rotwein der Luis Cañas Crianza und einem Txakoli-Weisswein.

Kultur, Natur, Gastronomie

Vor dem kulinarischen Ausflug ins Baskenland sprachen die Reiseprofis mit einem Dutzend angereister Reiseexperten. Im Zehnminuten-Takt wechselten sie die Gesprächstische und sammelten wichtige Informationen für den künftigen Verkauf des Baskenlandes. Mit dabei waren etwa Bizi Cycle Tours, Hotel Carlton 5* Bilbao, Hotel Maria Cristina San Sebastián 5*, Kora Living (komfortable Apartments), Local Expert Tours oder die Ruta del Vino de Rioja Alavesa.

An diesem Abend wurde klar: Das spanische Baskenland gehört zu den faszinierendsten Regionen Südeuropas. Es hebt sich stark vom klassischen Bild Spaniens ab und bietet eine eigenständige Mischung aus Kultur, Natur und Gastronomie.

Und auch spannend für andere Regionen zu hören: Das Baskenland steuert den Tourismus gezielt, um Massentourismus wie in Südspanien zu vermeiden. Durch die Förderung von Kultur-, Aktiv- und Weinreisen verteilen sich die Besucherströme zunehmend besser über das gesamte Jahr und auch ausserhalb der Hotspots San Sebastián und Bilbao.

(GWA)