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Die Schweiz erreicht im neuen Travel & Tourism Development Index 2026 den neunten Platz. An der Spitze der Rangliste mit 110 untersuchten Ländern steht erstmals Japan. Bild: Adobe Stock

Die Schweiz gehört zu den Top 10 der Tourismusländer

Wenn es um die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Tourismus geht, spielt die Schweiz weltweit ganz vorne mit. In einem Vergleich von 110 Ländern belegt sie Rang neun. Travelnews zeigt die Spitzenreiter, Aufsteiger und Schlusslichter.

Der weltweite Tourismus wächst kräftig. 1,5 Milliarden internationale Touristenankünfte wurden 2025 gezählt. Die Branche steuerte insgesamt 11,6 Billionen US-Dollar zur Weltwirtschaft bei und sicherte 366 Millionen Arbeitsplätze. Gleichzeitig steigen die Herausforderungen. Reisen wird teurer, beliebte Destinationen kämpfen mit hohen Besucherzahlen und der Branche fehlen Arbeitskräfte.

Wie gut einzelne Länder für diese Entwicklung gerüstet sind, zeigt der neue Travel & Tourism Development Index (TTDI) 2026 des World Economic Forum, der gemeinsam mit der Zurich Insurance Group erstellt wurde. Untersucht werden 110 Volkswirtschaften.

Der Index bewertet nicht die Beliebtheit eines Reiseziels oder dessen Gästezahlen. Er misst die Voraussetzungen für eine nachhaltige und widerstandsfähige Entwicklung des Tourismus. Dazu gehören unter anderem Infrastruktur, Fluganbindung, Sicherheit, Digitalisierung, Arbeitsmarkt, touristische Ressourcen und Nachhaltigkeit.

An der Spitze steht erstmals Japan mit 5,27 von maximal sieben Punkten. Es folgen die USA, Spanien, Australien und Frankreich. Deutschland liegt auf Platz sechs vor Grossbritannien und China. Die Schweiz erreicht mit 4,97 Punkten Rang neun und verbessert sich gegenüber 2024 um einen Platz. Italien komplettiert die Top 10.

Albanien als grosser Aufsteiger

Am anderen Ende der Rangliste dominieren afrikanische Länder. Schlusslicht ist Mali mit 2,75 Punkten. Davor liegen Sierra Leone (2,91), Kamerun (3,05), Malawi (3,08) und Benin (3,13). Zu den zehn Letztplatzierten gehören zudem Angola, Nigeria, Honduras, die Elfenbeinküste und Simbabwe. Wichtig dabei: Die Rangliste sagt nicht, dass dies schlechte Reiseziele sind. Bewertet werden die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Tourismus.

Insgesamt zeigt die Entwicklung nach oben. 101 der 110 untersuchten Länder verbesserten ihren Wert seit 2024. Besonders dynamisch entwickelt sich der asiatisch-pazifische Raum. Den grössten Sprung machte allerdings Albanien: Das Land steigerte seinen Wert um sieben Prozent. Unter anderem bessere touristische Dienstleistungen sowie Fortschritte bei der Luft-, Strassen- und Hafeninfrastruktur trugen dazu bei.

Trotz der positiven Entwicklung sieht der Bericht Risiken. In drei Vierteln der untersuchten Länder sank die preisliche Wettbewerbsfähigkeit. Zudem droht ein massiver Personalmangel: Bis 2035 könnten dem weltweiten Tourismus 43 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Entscheidend wird deshalb zunehmend, wie Destinationen Wachstum bewältigen, ihre Infrastruktur ausbauen und die Vorteile des Tourismus auf Bevölkerung und Wirtschaft verteilen.

(RSU)