Here & There
Dubai zeigt sich resilient
Gregor WaserEine Hitzeglocke liegt über Dubai. 38 Grad, gepaart mit hoher Luftfeuchtigkeit, toppt sogar den Schweizer Hitzesommer. Aber Taxis, Hotels, Shoppingmalls und Konferenzsäle sind runtergekühlt, es ist gut auszuhalten.
Das Leben hier am Golf scheint wie immer zu boomen. Die Hauptverkehrsader in Dubai, die Sheikh Zayed Road, ist stark befahren, Limousinen und Motorräder von Lieferdiensten kämpfen um die Fahrspuren. Auch in den Hotellobbys herrscht emsiges Treiben – kein Vergleich zu März und April, als nach dem Ausbruch der Iran-Eskalation vom 28. Februar die Hotelauslastungen auf einstellige Werte fielen.
Resilienz in schwierigen Phasen
Heute Montag, 14. September, beginnt der viertägige Arabian Travel Market (ATM) im World Trade Centre. Schon seit Samstag befinden sich viele Touristiker aus der ganzen Welt in der Stadt, die als touristisches Zukunftslabor gilt. Die ikonischen Hotels Atlantis The Palm und Atlantis The Royal haben zum Grand Weekend eingeladen und rollen ihre touristische Vielfalt aus. Touren, Aktivitäten, Spa-Behandlungen, gemeinsame Dinner ein prominentes Podiumsgespräch prägen das ATM-Vorprogramm.
Beim Kick-off-Event «Extraordinary Beginnings» sprach Philippe Zuber, CEO von Kerzner International, der Betreiberin und Markenentwicklerin der beiden Atlantis-Hotels, von der Krisenbewältigung in den ersten Märztagen und der Stärke und dem Teamgeist seiner Teams, wie sie die ausserordentliche Situation gemanagt haben und nun gestärkt nach vorne schauen.
Die Sommermonate hinweg haben die Atlantis-Hotels die ruhigere Phase genutzt, einige Anpassungen und Renovationen vorzunehmen. Nun, anfangs September, befindet sich die Auslastung der Häuser (The Palm mit 1539 Zimmern, The Royal mit 795) bereits wieder auf 60 Prozent. Und die Hochsaison startet im Oktober.
Stargast des Kick-off-Events war Michael Johnson, der vierfache Leichtathletik-Olympiasieger (200 Meter, 400 Meter). Der US-Sprintstar sprach über die Performance in wichtigen Momenten und die Resilienz in schwierigen Phasen. Den Reden von Zuber und Johnson folgten die Touristiker mit grosser Aufmerksamkeit.
Während die Golf-Eskalation zwischenzeitlich noch aufflackert, herrscht in Dubai schon wieder Normalität. Neu ist das Phänomen nicht: Die Tourismusindustrie erholt sich nach Nackenschlägen überaus schnell. Und Dubai erst recht. Auch die Covid-Krise hat dies gezeigt. Erst führte Dubai einen harten Lockdown durch, war dann aber nach zwei Monaten als eine der wenigen Destinationen wieder gut bereisbar.
Eröffnungsfeier im Madinat Jumeirah
Im Resort-Komplex Madinat Jumeirah erfolgte am Sonntagabend die ATM-Eröffnungsfeier mit über 500 geladenen Gästen. Die Anlage im Stile einer traditionellen arabischen Palast- und Hafenstadt und die zahlreichen musikalischen Einlagen sowie eine Performance einer Sandkünsterlin an der Grossleinwand sorgten für einen stimmungsvollen Auftakt.
Issam Kazim, CEO Dubai Department of Economy and Tourism (DET), hiess die Gäste willkommen und sprach von der engen Zusammenarbeit der Regierung mit dem Privatsektor, «we stand together, we move together, we respond together».
Und Shahab Shayan (Regional Director, Asia Pacific DET), sagte, dass das VFR-Progamm in den letzten Monaten sehr erfolgreich war. «Visiting friends and relatives» generierte 90'000 zusätzliche Gäste. Wer aus der 200 Nationalitäten starken Lokalbevölkerung Gäste mobilisieren konnte, wurde mit verschiedenen Leistungen und Discounts belohnt.
Nun will Dubai die touristische Stellung in der Region untermauern und an den ehrgeizigen Zukunftsplänen festhalten. Und die werden auch in die Tat umgesetzt: Schon im Jahr 2027 kommen zahlreiche neue Hotels, Restaurants und Shopping-Malls hinzu.
Unter dem Motto «Travel 2040: Mit Innovation und Technologie neue Horizonte erschliessen» will die ATM 2026 nun ab heute auf die Stärkung von Partnerschaften, die Wiederherstellung des Vertrauens und die Gestaltung des zukünftigen Wachstums setzen.